Emypreal – Psalms of Forlorn Hope

Empyreal - Psalms

Aus Spanien zurück in die Heimat, denn auch Franken hat etliches an guten Metal-Bands zu bieten. Ein ziemlich gutes Beispiel dafür sind Empyreal, die dieses Jahr ihr Debüt-Album herausbrachten. Da ich in selbiges noch nicht reinhören konnte, bleibt mir hier vorerst nur die EP „Psalms of Forlorn Hope“ (2016), die bereits das Können der jungen Musiker sehr gut einfängt.

Die selbstproduzierte EP kommt schon gleich mit einer ausgezeichneten, klaren Produktion daher, ordentlich Kraft ist auch dahinter und entfaltet der feurige Melodic Death/Black Metal der Jungs seine volle Pracht. Präzise Riffs feuern mal schöne mal harschere Melodien ab und sorgen mit vielen Soli für Auflockerung und Abwechslung. Dabei gelingt ihnen eine saubere Gratwanderung zwischen druckvollem, aggresivem Black Metal, melodischem Death Metal und ein paar melodischen Zwischensegmenten, die nochmal etwas Tempo und Schärfe rausnehmen. Während die Death Metal-Riffs und das Melodische ziemlich gediegen und „wohlerzogen“ daher kommen, können die Jungs auch anders und liefern in harschen Salven frostige Riff-Gewitter, eisiger Black Metal, der aber immernoch einen Hauch Melodie durchschimmern lässt und der auch in ruhigen Momenten mit Kälte und klirrenden Gitarren präsent ist. Die Drums liefern ebenfalls ordentlich ab und pushen die Songs voran, oft ohne in Blast-Beat-Eskapaden zu verfallen. Stattdessen liefern sie solide Rhythmen mit kleineren Sperenzchen hier und da. Nur in den aggressiven Parts lassen sie sich zu einem Blast-Feuerwerk hinreißen. Vor allem in den ruhigeren Parts werden die Drums vom gut hörbaren Bass begleitet und erhält so noch etwas Tiefe während die Riffs für Kälte und Melodie sorgen. Gesanglich liefert die Band ebenfalls einen guten Mix aus kraftvollen, tiefen Growls und bissigem Keifen und hier und da halb-cleanen Vocals. Interessant dabei ist auch, dass die Songtexte aus deutschen und englischen Fragmenten zusammenge“mischt“ wurden, auch etwas was man nicht alle Tage sieht. 23 Minuten dauert die EP gerade mal und doch ist sie gefüllt mit extrem vielen Dingen, vereint Melodie und Aggression, frostige Kälte mit drückender Schwere und deutsche mit englischen Lyrics und überzeugt nicht zuletzt durch eine brachial-kraftvolle und klare Produktion.

Empyreal zeigen schon gleich auf ihrem ersten Lebenszeichen „Psalms of Forlorn Hope“ was in ihnen steckt und heizen ein geiles Riff nach dem anderen raus, peitschen sich durch die melodischen Auswüchse des Death Metal ohne die natürliche Urgewalt des Genres zu vernachlässigen und setzen gleichzeitig mit frostigem Black Metal mit Blast-Gewitter eins oben drauf. Absolut empfehlenswert.

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