Hypersonic – Existentia

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Zurück in den sonnigen Süden, diesmal nach Italien. Auf der italienischen Insel Sizilien fanden sich 2006 ein paar Musiker unter dem Namen Hypersonic zusammen um gemeinsam Musik zu machen. Herausgekommen sind bisher ein Demo, eine EP und zwei Alben. Vor Kurzem veröffentlichte die aktuell zu fünft agierende Truppe eine erste Single mit der frisch eingestiegenen neuen Frontfrau Eleonora, die nach 12 Jahren ihre Vorgängerin Alessia ablöste. Grund genug in Alessias „Abschiedswerk“ reinzuhören, das 2016 erschienene Album „Existentia„.

Die Band bleibt darauf ihrem Mix aus melodischem Heavy und symphonisch angehauchtem Power Metal treu. Die Produktion ist 1A mit glasklarem Sound, ordentlich Power und viel Keyboard-Synthies ohne rifflos daher zu schleichen. Die Keyboards geben trotzdem meistens den Ton an, mal mit elektronischen Spielchen, meist aber mit Orchestration und Bombast, was schon stark an die Finnen von Arion erinnert. Dem schließen sich auch viele der Melodien und Riffs an, die mal abgehackt grooven, mal ordentlich sägend für etwas Härte sorgen und mal dem Bombast der Keyboards mit ihrer Energie zur Seite stehen. Hauptaugenmerk sind aber die Melodien, auch bei den Gitarren. Kraftvoll und bestimmt sägen sie sich melodisch von A nach B, sorgen mit einigen interessanten Soli für etwas Abwechslung und stürzen sich dann mit ein paar gekonnten Riff-Salven wieder ins Abenteuer. Da darf es hier und da auch mal etwas moderner zur Sache gehen, leichte Core-Einflüsse am Rande bringen nochmal etwas Variation mit rein. Dem schließen sich auch die Drums an, die sich meist eher zurückhalten, hier und da aber richtig fordernd und aggressiv nach vorne knüppeln. So bildet sich musikalisch ein schönes Zusammenspiel aus „harschem“ aber melodischem Metal zwischen Power und Heavy und ordentlich bombastischen, epischen und dominanten Keyboards und Orchestrationen. Gesanglich gibt es auch einiges zu bieten, denn Alessia hat eine Bombenstimme. Meist mit melodischem Klargesang treibt sie die Songs schön nach vorne und trägt wunderbar zum epischen Gesamtbild ein ohne in Nightwish-Arien oder ähnlichem auszuarten. Hier und da kann sie auch mal etwas fordernder werden und packt jede Menge Power in ihre Stimme. Dazu gesellt sich eine bunte Schar an Gastsängern, die ebenfalls alle zu überzeugen wissen und dem Album mit verschiedenen Gesangsstilen und Stimmen mehr Facetten bescheren. Da schleichen sich in zwei Tracks sogar ein paar Growls mit ein.

Power Metal-Fans kommen bei „Existentia“ ganz auf ihre Kosten, denn die Italiener liefern einen kraftvollen und packenden Mix, der eigentlich keine Wünsche aufkommen lässt. Dazu sorgt eine gehörige Prise Heavy Metal dafür, dass es nicht zu kitschig daher kommt, sondern etwas mehr Bumms hinter den Riffs hat und etliche kleinere Spielereien sorgen dafür, dass es nie langweilig wird. Hypersonic sind damit eine Band, die man sich schleunigst auf seinen Zettel schreiben sollte, hoffentlich auch mit neuer Stimme.

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