Barbarian Swords – Totemic Anal Turbofucker

Barbarian Swords - Totemic Anal Turbofucker

Wieder mal nach Spanien, gibt es heute kompromissloses Geknüppel von Barbarian Swords auf die Lauscher. Die Herren aus Barcelona treiben bereits seit 2011 ihr Unwesen und lieferten mit „Totemic Anal Turbofucker“ ein räudiges Album, dass mit ihren Black/Doom-Wurzeln der ersten beiden Alben eigentlich gar nichts mehr zu tun hat.

Wer hier auf eine Hochglanzproduktion gehofft hat, der wird sofort enttäuscht, denn alles rumpelt, sägt, knarzt und röchelt räudig vor sich hin. Störgeräusche und ein ziemlich verwaschener Sound sorgen für ein dreckiges, schäbiges und wildes Gesamtbild, dass zum musikalischen Schaffen der Jungs perfekt passt. Die Jungs liefern auf ihrem dritten Album einen ziemlich abgefuckten, rasanten, harschen und direkten Mix aus Black Metal, Punk, Sludge und allem was sonst noch grantig, schnell und garstig klingt. Donnerndes, wildes, oft zufällig wirkendes Einschlagen auf Trommeln und Becken wird hier gepaart mit wilden Riffs, die mal ziemlich präzise und teilweise sogar nordisch eisig, mal punkig stupide und schief durch die Lande heizen. Es ließe sich vermutlich auch einfach als War Metal betiteln, doch zeigt sich die Band noch wilder und deutlich punkiger als die meisten Vertreter des Genres. Immer wieder schleichen sich in die wilde Raserei kleinere Gitarrensoli und Anklänge von Melodien, hier und da lassen sich auch ein paar schwere, langsame und träge Doom Metal-Riffs ausmachen, in denen auch das Schlagzeug auf lieb und unschuldig macht. So beispielsweise im Song „Cerebros Destruidos„. Auf diese Weise formt sich eine räudige Mischung aus Black, Death, Doom und etwas Sludge, die meist kompromisslos drauf los drischt, aber hier und da ein wenig musikalisches Feingefühl durchschimmern lässt. Dazu gesellen sich manische Vocals, die von tiefen, rumpelnden Growls bis zu fies raspelnden, abgefuckten Screams reichen, bei denen sich schön die Fußnägel hochklappen. Fies, wild und räudig geht es also auch bei den Vocals zur Sache und so liefern die Jungs ein fettes Brett, dass allerdings nach 25 Minuten schon wieder vorbei ist. Bei einem derart ranzigen Album, braucht man danach aber auch erst mal ne Pause.

Braucht ihrs dreckig, versifft und durchgedreht? Dann ist das Album „Totemic Anal Turbofucker“ von Barbarian Swords genau das richtige für euch. Hier gibts nen extrem direkten und oft stumpfen Black/Deaht/Sludge/Punk-Mix aufs Fressbrett, der durchgeknallt und ohne Kompromisse nach vorne geifert ohne dabei ein wenig Feingefühl vermissen zu lassen. Das Album ist zwar nicht mal ne Stunde lang, hinterlässt einen aber trotzdem ausgelaugt und völlig fertig. Fettes Teil…und das nicht nur auf dem Cover 😉

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