Dark Haunters – To Persevere Is Diabolical

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Wieder einmal begeben wir uns nach Italien wo die Black Metal-Truppe Dark Haunters bereits seit 1999 mehr oder weniger aktiv ist. Zwei Demos veröffentlichten die Jungs bevor es jahrelang nichts neues zu vermelden gab. Dann, 10 Jahre nach dem zweiten Demo, meldete sich die Truppe mit ihrem Debüt-Album wie aus dem Nichts zurück. „To Persevere Is Diabolical„. Dabei herausgekommen ist ein ziemlich reifes Album einer Band, die ohne große Besetzungswechsel in den 10 Jahren davor so einiges an ihrem Sound verbessert haben und insgesamt reifer und fokussierter klingen.

8 Songs hat das Album zu bieten und füllt so gut 40 Minuten mit klassischem Symphonic Black Metal der alten Schule. Frostige, klirrende Riffs treffen hier auf ein paar sanftere Melodien. Diese kommen zwar auch von den Gitarren, die Hauptarbeit übernehmen allerdings die Keyboards, welche mit epischen Orchestrationen, ein paar melancholischeren Segmenten und einem Hauch Oper daher kommen. Im Hintergrund liefern ordentlich getriggerte Drums für recht sterile Rhythmen, die sich nicht so ganz in das Album einfügen lassen wollen, die Songs aber doch ganz ordentlich antreiben. Während die Riffs oft in kühlen und frostigen Salven ausarten, schaffen sie es doch immer wieder mit interessanten Melodien etwas Licht in die eisige Finsternis zu bringen, wobei natürlich auch die pechschwarzen Riffs zum Gesamtbild der Scheibe einiges beizutragen haben. Auch sorgen deutlich Death Metal-Einflüsse für mehr Härte, schwere und ein paar drückendere Riffs, die die Scheibe antreiben. So passen sich die Riffs meist den Keyboards an und sorgen dafür, dass die Orchestration noch etwas harscher und energetischer daher kommt. Selbige steht eindeutig im Zentrum des Albums und hält sich mal etwas bedeckter was stark an Emperor erinnert, kommt aber meist ziemlich dominant daher. Da erinnert das Ganze schnell mal an frühe Dimmu Borgir oder auch an Carach Angren, was nicht zuletzt an der Theatralik des Ganzen liegen dürfte. Dabei bleibt das Ganze durchweg ziemlich spannend und hält einige Überraschungen bereit, die sich in das Black Metal-Orchester gut einfügen. Auch die Vocals stehen dem Album ziemlich gut zu Gesicht, bereichern sie es doch mit harschem Gekeife mal mehr Richting Screams, mal Richtung Growls tendierend, meist aber irgendwo dazwischen. Dazu gibt es immer wieder etwas theatralischeres, was fast an Dani Filth erinnern könnte, nur deutlich weniger schrill und penetrant.

Wer gut gemachten Symphonic Black der alten Schule mag, der macht mit „To Persevere Is Diabolical„. Zwar sind die Keyboards schon recht dominant, doch kommen die eisigen Riffs und der 90s Flair nie zu kurz und so haben es Dark Haunters spielerisch geschafft ein durchweg überzeugendes Debüt abzuliefern, das mit einigen Überraschungen aufwarten kann. Düster, episch und interessant, so muss das sein.

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