СмертоКрест – The Call of the Other Path

Front

Heute machen wir mal wieder einen Abstecher nach Russland wo die St. Petersburger Truppe СмертоКрест (SmertoKrest) bereits seit 2002 ihr Unwesen treibt und in diesen immerhin schon 17 Jahren drei Alben und eine EP abliefern konnte. Besagte EP namens „Зов иного пути“ ist es, die wir uns heute genauer anschauen werden, speziell das jüngst erschienene Re-Release mit Englischen Titeln (aber russischen Texten) und brandneuem Artwork. Hier ist also „The Call of the Other Path„!

Die Jungs um Grob Bogohul liefern osteuropäischen Black Metal ab wie er sich gehört: frostig, rockig/punkig und dabei immer etwas räudig ohne seine melodische Ader zu verlieren. Damit gehören die Jungs auf eine Liste mit Stíny plamenů, Naurrakar oder Sekhmet. Produziert ist die EP schön dreckig, mit viel Sägen, knistern und rumpeln, doch geht dabei nichts von den Instrumenten verloren oder unter, sondern verbindet sich zu einer ordentlich atmosphärischen Wand wobei die Instrumente sich immer schön voneinander abgrenzen und so ihre eigenen Akzente setzen können. Das passt perfekt zum Charakter der Musik, der sich irgendwo zwischen melodischem Black Metal und Darkthrone Ende der 00er, angereichert natürlich mit einem Hauch zweite Welle. Nach kurzem Intro geht es damit auch direkt los, kühle Riffs sägen sich kratzig durch den russischen Winter, rumpelnde Drums preschen stürmisch nach vorne und grimmiges Keifen erfüllt den Raum. Dabei schwankt der schwarze Reigen ständig zwischen finsterer Raserei, melodischem Riffing und groovigen Black’n’Roll-artigen Einlagen, was zu einem zeimlich abwechslungsreichen Gesamtbild beiträgt. Klar präsentiert das Trio hier nicht viel neues, doch treibt einem der punkige, rockige Flair, der immer wieder heruafbeschworen wird und den satanischen Reigen auflockert, ständig ein freudiges Grinsen aufs Gesicht. Dazu bietet jeder Song etwas anderes, so zeigt sich „The Black Path“ extrem melodisch und old-school während Songs wie „The Way of a Recluse“ eher gemächlich und raumfüllend arbeitet. Ich kann mich am Sound der Truppe einfach nicht satt hören, der osteuropäische Stil (abseits von Mgla und Co.) mit seinem punkig-rockigen Flair kriegt mich einfach jedes mal und so vergehen die 20 Minuten der EP wie im Flug.

Wer auf Bands wie Naurrakar oder Sekhmet steht, der bekommt bei СмертоКрест mehr von dieser räudigen Mischung. Dabei zeigt sich „The Call of the Other Path“ schön abwechslungsreich und doch atmosphärisch dicht, wie sich das gehört. Mal schneller, mal langsamer, mal rockiger, mal black…iger gibts hier schön osteuropäischen Black Metal auf die Ohren. Der einzige Nachteil ist, dass es nur eine EP ist 😉

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