ChaosPath – The Awakening

Front

Nachdem das Debüt-Album der Kasseler Truppe ChaosPath hier bereits Erwähnung fand, wird es Zeit der allerersten Veröffentlichung der blackened Thrash-Truppe ihren Tribut zu zollen. Nach der Gründung 2016 dauerte es gerade mal zwei Jahre bis die Truppe um Sänger Ancient Weapon, welcher in Bands wie Ancient Wargod bereits seit den frühen 90ern aktiv ist, ihr Debüt in Form der EP „The Awakening“ geben.

Musikalisch hat sich die Band seit der EP kaum verändert, immernoch zelebrieren die Jungs aus Nordhessen angeschwärzten deutschen Thrash, der mit präzisen Riffs genauso punkten kann wie mit bissigen Vocals. Getauft haben sie diesen Stil Kaotysk Metal und zitieren in ihrem Sound zwar die Großen (in erster Linie Kreator), schaffen es aber sich ihre ganz eigene kleine Nische zu erspielen. Eingeleitet wird die EP zunächst mit einem Bibelzitat (Offenbarung 6:7), welches offenbar vom selben Typen eingesprochen wurde wie die Legenden in Brütal Legend, danach geht es gleich in die Vollen. Präzise und messerscharfe Riffs heizen schon gleich ordentlich ein und lassen keine Müdigkeit erahnen, sondern sägen kraftvoll und bestimmt nach vorne. Immer wieder werden die Thrash-Salven durch etwas düsterere und kühlere Black Metal-Einflüsse erweitert und aufgelockert, was das Gebräu noch etwas fieser gestaltet. Aber auch Drummer und Basser legen sich voll ins Zeug und liefern eine mehr als solide Grundlage, die zwar eher klassisch daher rumpelt, aber hier und da auch kleinere Akzente setzen kann. Düster und bissig walzt so die Musik der Band über den Hörer hinweg und liefert ein Bombenriff nach dem Nächsten, immer wieder mit melodischeren Segmenten unterfüttert und mit kurzen Solis ergänzt. Mal stampfend, mal melodisch, mal dreckig angeschwärzt, mal sich dem Death Metal-annähernd liefern die 5 Burschen aus Kassel ordentlich was an Abwechslung und knallen einem gleich noch absolute Ohrwürmer vor den Latz, die nicht zuletzt durch Mille Petro….ehm Ancient Weapon mit absolut mitsingbarem und gut verständlichem Gekeife abgerundet wird. 23 Minuten füllen sich so schnell mit frischen und eigenständigen Songs, die sich zumindest ein wenig von den Vorbildern abheben können und dabei nie Langeweile aufkommen lassen, sondern immer mit Karacho nach vorne preschen.

ChaosPath liefern auch auf ihrer Debüt-EP bereits ordentlich ab und zeigen was sich hinter ihrem Kaotysk Metal steckt. Teutonischer Thrash trifft auf angeschwärzte Riffs, donnernd druckvoll nach vorne, strotzt nur so vor Energie und Spiellaune und entfesselt eine rohe Energie, die sofort Lust auf mehr macht (und auf nen Moshpit). Dementsprechend kann man „The Awakening“ eigentlich nur empfehlen.

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