Asarhaddon – Reysa

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Heute gibts mal was frisch aus dem Presswerk. So frisch, dass es erst Ende des Monats erscheint. Asarhaddon aus Magdeburg haben ein neues Album im Gepäck, das der Nachfolger ihrer 2015 erschienenen Debüt-EP ist. Dabei bringt „Reysa“ auch ein paar Besetzungswechsel mit sich, denn die Band ist zum Duo geschrumpft und kommt daher auf dem neuen Album mit zwei Gastsängerinnen aus.

Die Band liefert auf ihrem ersten vollen Album eine ordentliche Mischung aus brechendem Black Metal und postigen, atmosphärischen Elementen, der direkt in die Vollen geht. Die 50 Minuten der Scheibe werden gefüllt mit brechenden Drums, die überwiegend Vollgas geben, nur hier und da einem kurzen Break weichen, bevor wieder der Berserker über einen hereinbricht. Tremolo-Riff reiht sich an Tremolo-Riff und so entsteht ein dichter schwarzer Reigen, der hier und da ein paar Melodien durchschimmern lässt, ansonsten aber kraftvoll und bestimmt nach vorne schiebt. Dabei bewegt sich die Musik zwischen modernem Black Metal, Post-Black und ein paar atmospheric-Anleihen hier und da, die zusammen mit der kraftvollen, warmen Produktion zu einem dichten und fesselnden Klangwerk verschmelzen. Dabei überzeugt die Truppe mit spannendem Songwriting, das in den Galopp immer wieder ein paar ruhigere Momente einbaut, hier und da einen unerwarteten Twist einbaut oder einfach mit geilen Riffs aufwartet. Und auch der Gesang kann sich sehen (bzw hören) lassen, denn Gaststimme Anna lässt hier ordentlich was vom Stapel. Heiser und kraftvoll keift sie sich durch die Songs und lässt dabei immer einen Hauch Trübsal mit durchschwingen ohne dass es an Brachialität vermissen lässt. Damit passt das natürlich wunderbar zur Mucke und auch die hier und da eingebauten Sopran-Segmente pflegen sich nahtlos ein. Schnell schreitet das Album voran und begräbt einen unter Schwärze, grimmigen Riffs und brechender Gewalt und hält dieses Tempo und die Qualität bis zum Ende durch.

Bock auf modernen Black Metal, der ein wenig an Agrypnie und Konsorten erinnert? Drückende Gewalt und einen Hauch Melodik gepaart mit Post-Elementen? Dann bist du bei Asarhaddon genau richtig, die mit ihrem Debüt „Reysa“ ein fettes Brett dichten Schwarzmetalls vom Stapel lassen. Hammer-Scheibe.

Links:

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