Inebriator – Inebriator

cover

Heute gibts mal wieder eine Band um die es schneller ruhig wurde als dem geneigten Fan lieb sein konnte. Inebriator aus Australien formierten sich 2008 und erspielten sich eine kleine Fangemeinde bevor 2014 das erste Lebenszeichen in Form einer EP veröffentlicht wurde. Kurz danach brechen die Aufzeichnungen ab und es gibt keine News zur Band, alles lässt also darauf schließen, dass sich die Truppe aufgelöst hat. Schade eigentlich, denn die selbstbetitelte EP bietet ordentlichen modernen Thrash.

Inebriator ballern gleich freudig drauf los und feuern ihre energetischen Thrash-Salven in die Runde. Brechende, präzise Riffs treffen auf ordentliches Drumming und eine schön harsche und angepisste Stimme und liefern damit klassischen Thrash in modernem Setting. Wer hier allerdings eine Revolution des Genres erwartet, wird enttäuscht. Wirklich eigenständig ist die Musik der 5 Jungspunde nicht, hier Kreator, da etwas Megadeth, man bedient sich bei den Großen, aber verpackt es in ziemlich tighten Kompositionen, die zum Headbangen einladen und ordentlich Bock in den Pit bringen. Vier Songs haben die Jungs im Gepäck und jeder orientiert sich ein Stück weit an einer anderen Band und hat ein etwas eigenes Gesicht ohne sich weit vom Bandsound zu entfernen und so ein ziemlich kompaktes aber abwechslungsreiches erstes Lebenszeichen abzuliefern. Was die Jungs allerdings verdammt gut hinbekommen ist das abfeuern von geilen Riffs, die direkt zum Luftgitarrespielen einladen und mit vielen coolen Ideen und etlichen Solis aufwarten. Hier ein kurzer Aufbau, da etwas melodisches, dort direkt stürmisch nach vorne gebolzt, bisweilen sogar fast etwas proggy, da kommt doch Freude auf! Und auch der Gesang passt wunderbar dazu, liefert schön bissiges Gekeife und Geschreie, das dazu noch ziemlich gut performt ist. „Downfall“ entpuppt sich mit seinen 7 Minuten voller Energie, galoppierender Riffs und dreckigem Sound schnell zum Highlight der EP, wobei die anderen Stücke ihm in kaum was nachstehen.

Ihr habt Bock auf klassischen Thrash in modernem Sound, der zwar nicht unbedingt eigenständig ist, aber mit altbekanntem gut umzugehen weiß? Hört euch doch mal die Debüt-EP von Inebriator ein, denn die Jungs aus Melbourne haben ein Gespür für deftige Riffs, geiles Songwriting und ein stimmiges Gesamtpaket. Da kommt Spaß auf im Pit. In diesem Sinne, Prost.

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