Iato – Ucronia

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Wie so viele Staaten hat auch Italien aktuell schwer mit dem Corona-Virus zu kämpfen…Ganz Italien? Nein, auf der Insel Sardinien ist beispielsweise noch kein einziger Fall gemeldet. Ob das an der dortigen Metalkultur liegt? Ich wage es zu bezweifeln. Nichtsdestotrotz widmen wir uns heute einer dort angesiedelten Band. Iato sind dabei grundsätzlich im Hardcore verwurzelt und gründeten sich 2011 aus der Asche der Band Ejaculazione HC. Danach erschienen erstmal 2 EPs auf denen die Truppe den Death Metal für sich entdeckte, nun folgte mit „Ucronia“ das erste volle Album, und meine Herren was gehts da ab.

Die Energie aus der Hardcore-Zeit ist der Band voll erhalten geblieben, das merkt man gleich auf den ersten Metern, denn Iato nehmen wirklich keine Gefangenen. Rasante Death Metal-Walzen treffen auf furioses, fast schon thrashiges Riffing und eine mords Agression. Nur selten wird etwas Tempo und Härte rausgenommen, um danach noch härter drauf los zu ballern. Die Drums feuern eine Salve nach der anderen raus während die Riffs für mächtigen Abriss und gleichzeitig für interessante Ideen sorgen, die sich im wutentbrannten Reigen auf Höchstgeschwindigkeit pudelwohl fühlen. Immer wieder überschreitet die Band die Grenze zu ordentlich drückendem Brutal Death, der allerdings mit Thrash-Einflüssen etwas entschärft und verbessert wird. Auch kommen die Thrash und Hardcore-Elemente, die sich noch immer im Sound der Band niederschlagen, mit einigen Solis und Chuggs ziemlich schön und passend eingebunden. Am Songwriting kann man also nicht meckern, denn die Aggression paart sich ziemlich schön mit den Solis, den seltenen ruhigen Elementen und sorgt so für ein zwar harsches und aggressives, aber nie stumpfes Brett. Auch gesanglich bietet die Band das volle Brett an Growls, die von tiefem Donnergrollen über grimmiges Grunzen bis zu vereinzelten Pig Squeals reicht und damit das Death Metaller-Herz in Verzückung bringen sollte, denn die schweren, dreckigen Growls sind ziemlich gut dargeboten…wie eigentlich alles auf der Scheibe. Hinzu kommt, dass das Gegrunze sich immer wieder mit giftigen, ranzigen Screams abwechselt, die dem Ganzen einen noch etwas harscheren und wilderen Charakter verleiht. Damit fühlt sich die halbe Stunde des Albums an wie ein saftiger Tritt in die Magengrube und durch die Geschwindigkeit sogar noch kürzer als es eigentlich ist.

Wenn ihr also mal wieder Bock auf einen musikalischen Tritt in die Eier habt, dann lasst Iato mal ihr neues Album durch eure Lauscher ballern. Aggressiv, harsch und direkt, aber doch mit dem nötigen Feingefühl für spannende und interessante Riffs, heizen euch die Jungs aus Italien ordentlich ein. „Ucronia“ überzeugt damit an allen Fronten und zeigt wie sich die Energie des Hardcore und Thrash auf eine brutalen Death Metal-Scheibe auswirkt.

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