…Fallen – …Fallen

cover

Heute mal wieder etwas aus der Rubrik „rares statt bares“. Mit Mitgliedern von Azaghal, Druadan Forest oder Wyrd sollte man nicht meinen, dass ein Demo wie das von …Fallen über die Jahre in Vergessenheit gerät. Noch dazu wenn die Musik so faszinierend ist. Nichtsdestotrotz verschwand das selbstbetitelte Demo von 1998, das wohl auch das Einzige der Band war, in der Versenkung und tauchte daraus erst 20 Jahre später wieder auf…in Form eines Metal-Archives-Eintrags.

Fünf obskure Songs finden sich auf dem Demo, das damit fast 17 Minuten lang ist. Musikalisch zeigt sich das Tape ziemlich interessant und einzigartig, in dem es eine Mischung aus Gothic, Doom und Ambient mit Proberaum-Produktion präsentiert und damit voll überzeugen kann. Mit dünnem Sound, schwammigen Drums und fast unhörbaren Gitarren sollte man meinen, dass das nach hinten los ging. Stattdessen wirkt das Gezeigte dadurch noch mystischer, atmosphärischer und betörender, auch wenns vielleicht ein paar Momente zum Eingewöhnen braucht. Besonders zur Geltung kommen in diesem Sound die sehr warmen, melodischen Gesänge von TK, der schön die düstere Gothic-Schiene bedient und sich direkt ins Herz des Hörers singt. Musikalisch dominant zeigen sich eigentlich nur die Keyboards, die die Vocals schön untermalen und einen flächendeckenden, Synth-Vibe heraufbeschwören ohne aufdränglich oder kitschig zu werden. Im Hintergrund liefern dann die Gitarren und Drums noch etwas metallisches, eine leichte Kante, die dem Sound auch nochmal gut tut. So entstehen drei absolute Ohrwurm-Songs, die begleitet werden von zwei Ambient-Stücken. Das Erste („Suicide Enthusiast„) kombiniert dabei Martial-Artige Drums mit Field Recordings und Sirene während „Amelioration“ ein epischer Synthie-Track im Stile des 90er Dungeon Synth ist und das Demo damit gebührend und mit viel Melancholie abschließt.

Schade, schade möchte man sagen, wenn man bedenkt, dass es die Band über das Demo nicht hinausgeschafft hat, denn was die beiden Finnen von …Fallen hier fabrizieren fesselt, betört und hat doch noch ne ordentliche Kante. Gothic Metal mit Doom-Anleihen und experimentellen Klängen sowie Dungeon Synth. Da gibts die volle Breitseite an melodischer Düsterkeit. Sehr schön gemacht und trotz dünnem Sound mehr als genießbar.

Links:

Metal-Archives

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