Inferit – Diverge in the Absence of Light

Inferit - Diverge in the Absence of Light

Zurück ins eigene Land und zu Inferit aus Dresden, denn die Herren veröffentlichen in den nächsten Tagen ihr Debütalbum, mit dem sie die Bandgründung 2015 jetzt in Polycarbonat gießen wollen. Einen ersten Einblick in das Schaffen der Band gabs vor fast 3 Jahren in Form einer kurzen Split mit Blutsturm, jetzt setzt die Band ihre Segel auf „Diverge in the Absence of Light„.

Musikalisch ist die Truppe klar im Black Metal verwurzelt, bietet da allerdings jede Menge Abwechslung wodurch die 8 Songs mit ihrer Gesamtlänge von gut 47 Minuten nie langweilig werden. Die Band schwankt dabei oft zwischen deftigem Geballer, düsteren Schleppern und Einflüssen aus anderen Genres. Die Riffs treiben die Songs dabei ordentlich an und zusammen mit den donnernden Drums marschieren dis Songs zielstrebig nach vorne. Schon allein dadurch liegt in den Songs einiges an Energie versteckt, die sich im Verlauf der Scheibe einen Weg ins Freie bahnt. Dazu kommt in den langsameren Momenten eine schön düstere Stimmung auf, die sich Schritt für Schritt im Raum ausbreitet. Zu diesem klassischen Black Metal-Fundament der schwedischen Spielart gesellen sich allerdings oft Einflüsse aus anderen Genres, so erinnern eingestreute Solos oft an Thrash Metal, hier und da gibts ein paar druckvolle Death Metal-Einschübe und ein Hauch von modernen Darkthrone schimmert hier und da auch mal kurz durch (siehe „Ritual Death„). Das zeichnet sich auch im Gesang ab, der sich überwiegend mit tiefen, grollenden Growls zu Wort meldet und von fiesen Screams nur hier und da mal unterstützt wird. Ab und an werden die dann mit etwas Hall nachverfeinert und präsentieren sich als bissiges Flüstern. Der einzige deutschsprachige Song „Wahn-Krank-Tod“ fällt dann gegen Ende nochmal weiter aus dem Schema, denn er liefert noch ein paar qualerfüllte, verzweifelte Schreie und kommt damit noch ein wenig emotionaler als der Rest der Scheibe. Als krönenden Abschluss covert die Band noch „Demons Never Sleep“ von Mysticum und geben auch dabei eine extrem gute Figur ab und konvertieren den Song gekonnt in ihren eigenen Sound.

Alles in allem schaffen es Inferit auf ihrem Debüt-Album ein sehr solides Album abzuliefern, dass in seinem Songwriting eine ungewohnte Vielfalt bietet und viele unerwartete Einflüsse und Wendungen vorzuweisen hat. Dabei bietet „Diverge in the Absence of Light“ neben druckvollem Black Metal noch deutlich mehr, wodurch die Scheibe frisch und spannend bleibt, auch nach mehrmaligem Durchhören. Absolute Empfehlung.

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