Apocalypse – Si Vis Pacem, Para Bellum

Apocalypse - Si Vis Pacem, Para Bellum

Heute dreht sich bei mir alles um Bathory…naja…die Underground-Version davon. Die italienische Band Apocalypse startete 2015 als Power Metal-Band und probte in dieser Konstellation zwei Jahre lang. 2017 dann trennten sich die Wege der Musiker und Erymanthon führt seither das Projekt allein voran, was dazu führte dass man dem Power Metal abschwor und sich besagter Herr einer nahezu perfekten Bathory-Huldigung entwickelte. Mit „Si Vis Pacem, Para Bellum“ erschien dann 2018 das erste Album.

Nach einem kurzen stimmungsgeladenen Intro geht der Reigen auch schon los und es fühlt sich an, als würde man „Hammerheart“ oder einem der Nordland-Alben lauschen. Rauer Viking Metal der gaaanz alten Schule gepaart mit einer Prise Black Metal-Wildheit und jede Menge atmosphärischem, düsteren Pathos, das sind die Kernelemente des Albums. Typischer Quorthon-Klargesang dominiert das Bild, das sonst von groovigen, warmen und nordisch kantigen Riffs geprägt wird, mit solidem Drumming untermauert wird und dabei auch von der Produktion dem Vorbild in nichts nachsteht. Roh, druckvoll und ausgefüllt kommt die Scheibe daher. Aber genau das alles ist der Knackpunkt des Ganzen. So nah es auch ans Original herankommt, irgendwie fehlt dem Ganzen etwas. Dieser entscheidende Quorthone-Faktor, mit seinem Herzblut, der fehlt etwas. Und selbst, wenn er da wäre, so scheiden sich doch die Geister. Die einen werden es hassen, die anderen werden es lieben, aber beide aus denselben Gründen. Es kommt verdammt nah an das ran was Quorthon mit Bathory in den 90ern gezaubert hat und genau das will dieses Projekt auch. Musik, Image, Logo, die komplette Aufmachung ist eine Hommage an den Meister und seine Viking Metal-Wegbereiter-Alben.

Wer Viking Metal-Bathory verehrt, der sollte in Apocalypse unbedingt reinhören, meiner Meinung nach ist es das Projekt, was den Spirit von Bathory perfekt ins hier und jetzt transportiert und für alle, die nach so vielen Jahren mal wieder etwas neues in genau diesem Stil hören möchten, ist das hier genau das Richtige. Ihm fehlt zwar etwas das letzte i-Tüpfelchen und man könnte ihm fast schon Plagiarismus vorwerfen, aber Erymanthon zieht sein Ding eisern durch und „Si Vis Pacem, Para Bellum“ ist einfach ein sehr gutes Album. So nah kam noch keiner an den Bathory-Sound…vllt hat sich auch nur keiner getraut.

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