Arrest – Incarcerated

Arrest - Incarcerated

Zurück nach Hessen zur Heavy Metal-Kapelle Arrest, die seit Anfang der 90er beständig ihre Kreise zieht. Nach fast 16 Jahren ohne neue Scheibe haben sich die Recken jetzt dazu durchgerungen mal wieder was neues aufzunehmen. Um das zu feiern, gibts als kleines Vorgeschmäckchen das 1999er Album „Incarcerated“ für euch.

Musikalisch zeigen die Jungs aus Hanau wieder mal das wofür sie in der lokalen Szene bekannt sind. Mit kräftigen Riffs und Hooks mischen die Herren energetischen Power Metal mit erdigem Heavy Metal und streuen hier und da ein wenig Hard Rock-Leichtigkeit und Schwung mit ein. Auf gut 50 Minuten zeigen sie sich dabei von ihrer besten Seite. Schöne Übergänge lassen die Songs sich sehr schön entwickelt, etliche Solis lockern den Spaß auf während treibende Riffs und eine solide Rhythmussektion den Songs Form und Richtung geben. Immer mal wieder macht sich so etwas wie ein Jam-Feeling bemerkbar, meist dominiert allerdings großartiges, spannendes und facettenreiches Songwriting. Das schwankt zwischen melodramatischem Mid-Tempo, schwerer Langsamkeit und energetischem Voranpreschen und bietet so eigentlich für jeden Geschmack genau das Richtige. Das gilt vor allem, wenn man auf ordentlich Fingerfertigkeit an den Saiten steht und die Gitarren gar nicht schön genug aufjaulen kann. Ob beim fast schon zu modernen Groover „Take Me for a Ride„, dem 80s Revival-Hit „Wonderland“ oder typischen Arrest-Riffsalven wie „Easy„, immer kann die Band überzeugen und bringt Feuer und Leidenschaft mit sich. Das zeigt sich auch im Gesang, der sich mit ebenjenem Feuer auskennt und weiß wie er es in allen Lagen sauber rüber bringt. Natürlich dominiert dabei epischer Klargesang und das ist auch absolut passend für einen Heavy/Power-Brocken wie „Incarcerated„.

Incarcerated“ könnte zu meinen Lieblings-Heavy Metal-Alben der letzten gut 20 Jahre zählen, denn die Band weiß einfach wie man geile Riffs in sehr gute Songs packt, dem Ganzen nen eigenen Schliff und ein paar Überraschungen mitgibt und dabei schön erdig und kraftvoll vor sich hin rockt ohne zu selbstverliebt zu klingen. Arrest haben eindeutig mehr Aufmerksamkeit verdient!

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