Idolos – Ahi Cap

Front

 

Heute verlassen wir auf diesem Blog zum ersten Mal den Planeten Erde. Idolos nennt sich der Grund, denn diese obskure Band behauptet auf der Venus angesiedelt zu sein und sagt, die Mitglieder stammen von den Bewohnern von Atlantis ab. Thematisch dreht sich viel um Maya-Mythen und ähnlich apokalyptisch/mystisches. So viel zum Alleinstellungsmerkmal, denn musikalisch zeigt sich die Band auf ihrer Debüt-EP „Ahi Cap“ eher dem klassischen Atmospheric Black verschrieben. Nichtsdestotzrotz sind die 5 Songs der EP absolut gelungen und überzeugend.

Den Anfang macht natürlich ein „Prolog„, der mit verhallten Spoken Words, Ambient und Akustikgitarren auf das Bevorstehende einstimmt. Danach setzt sofort klassischer Atmo Black ein, der einen tief in seine pechschwarze Welt entführt und mit dichten Gitarrenwänden und solidem Drumming für eine schön packende Atmosphäre sorgt. Dabei gehen die Herrschaften in gewohnt gemächlichem, oft fast schon trägem, dafür immer wieder hypnotisch wirkendem Tempo vor, streuen immer wieder Dissonanzen und schräge Gitarrenläufe ein, bevor dann mal etwas mehr Bewegung einsetzt und die Drums etwas wilder zu werke gehen. In den dichten Reigen streuen die Jungs immer mal wieder ein paar depressiv anmutende Riffs und Melodien und gelegentlich wirds etwas postig („The Summoner“) um es musikalisch etwas aufzulockern ohne die Atmosphäre zu zerlegen. Dementsprechend sich auch die melodischeren Parts ziemlich intensiv und oft verschwimmt die Musik zu einem einzigen wabernden Sound-Brei aus dem hier und da die gequält klingenden, verhallten Screams herausstechen. Während „The Summoner“ eher postig, fast schon zu locker daher kommt, packt „The Maiden and the Tree“ die schwerere, etwas ruppigere Black Metal-Schippe aus und kann auch damit punkten. Damit wird die Produktion zum einzigen Manko der Scheibe, denn was stört sind die oft etwas zu dominanten, zu druckvollen Drums und das sehr dünne Lüftchen in dem sich die Vocals gelegentlich verlieren. Ansonsten zeigen die beiden unbekannten Macher auf 22 Minuten ein erstes Mal ziemlich schön was in ihnen steckt.

Wer entweder auf den geheimnisvollen Aspekt von Idolos steht oder wer über das Gimmick hinwegsehen kann, der bekommt 5 kosmisch-betörende, immer wieder etwas postig-melodische Atmo-Black-Brocken, die trotz Schwächen im Sound ihre Magie schön entfalten und damit absolut überzeugen können. Damit bildet „Ahi Cap“ ein ordentliches Machwerk im kosmischen, mystischen und obskuren Black Metal-Sektor, das man sich durchaus mal anhören kann.

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