Mausolei – Nocturne

cover

Heute gibts mal wieder was komplett unmetallisches für eure Ohren. Dafür reisen wir über den großen Teich nach Arizona zum Ambient/Synth-Projekt Mausolei, dass seit 2014 immer mal wieder Alben veröffentlicht und so bereits auf 10 Veröffentlichungen zurück blicken kann, die allesamt mit schlichtem aber doch ziemlich coolem Artwork und passender Musik daher kommen. So auch das 2016 veröffentlichte fünfte Album „Nocturne„.

Musikalisch geht es auf dem Album eigentlich ziemlich minimalistisch zu, doch schafft es der Amerikaner mit einfachsten Mitteln ein entspannendes, beruhigendes und doch fesselndes Album daraus zu zaubern. Die Grundlage seines Schaffens auf diesem Album bildet ruhiger, sanfter Ambient, der für einen dichten aber nicht erdrückenden, sondern eher luftigen, leichten Unterbau sorgt. Hier und da wird es minimal düsterer („Schwamm„), doch dominant ist und bleibt ein leichter, zerbrechlicher und doch relativ dichter Teppich aus zerbrechlich wirkenden Synthies. Dazu lassen sich diese selten zu Abwechslung hinreißen, sondern zelebrieren ruhig und besonnen die immer gleiche Melodie der einzelnen Songs. Damit lädt das Album schnell zum schwelgen und träumen ein, schafft es aber durch die schiere Schönheit der Songs nicht langweilig zu werden. Immer mal wieder bauen die Songs weiter auf und lassen ein paar epischere Fantasy-inspirierte Melodien erklingen ohne sonderlich an Geschwindigkeit oder Epik dazu zu gewinnen. Alles wabert schön gemächlich vor sich hin, dröhnt gelassen durch den Song und streut doch freudig etwas Abwechslung in die Angelegenheit. Hier und da werden weitere Schichten Synthies eingebaut, die dann etwas mehr Schwung in die Sache bringen und ein paar Nebenschauplätze beleben. So entstehen innerhalb der Scheibe immer wieder kleinere Aha-Momente, die das Album noch organischer und lebendiger werden lassen. Dabei wird es allerdings nie überbordend und verwässert nicht den Charakter der Songs, sondern fügt nur hier und da ein paar kurze Sprenkel an Abwechslung ein, die immer ziemlich schön ins Konzept passen.

Mausolei zeigt eindrucksvoll, dass auch die eher ruhige, ambient-lastige Seite des Dungeon Synth zu mehr taugt als nur Hintergrundbeschallung, denn „Nocturne“ fesselt einen mit seinem ruhigen, minimalistischen und doch bezaubernd-schönen Klang. Sicherlich nicht für jeden was, aber zum Entspannen und Träumen ist das Album genau richtig.

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Bandcamp

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