Kâhld – No Fertile Ground for Seeds

Kahld - No Fertile Ground for seeds

Mal wieder in heimischen Gefilden unterwegs sind wir heute mit Kâhld aus Baden-Württemberg. Die Südländische Krawalltruppe existiert seit 2014 und konnte nach einem Demo im Gründungsjahr dann 2017 ihr Debüt-Album „No Fertile Ground for Seeds“ vorlegen. Aktuell weiß ich nicht wies mit der Band weitergehen wird nachdem Hauptsongwriter Rakshasa/LukHass letztes Jahr ausgestiegen ist. Nichtsdestotrotz bietet das erste Album der Truppe genug Spaß um die Wartezeit zu verkürzen.

Nach kurzem Intro und Aufbauschen, geht es gleich in die Vollen. Kâhld präsentieren ein Album voller nordischer Aggression und Black Metal der eher druckvollen Art. Wo einem Vergleiche wie 1349 oder Marduk in den Sinn kommen, werden die von der Band aber durch ihr Streben nach Nonkonformität gleich wieder ausgeräumt, denn der Sound der Truppe ist relativ einzigartig. Irgendwo zwischen klassischer Black Metal-Dampfwalze und sägenden bis messerscharfen Riffsalven schleichen sich dissonante Akkordverläufe, ausreißerische Riffs und Experimente ein, die nicht komplett bekloppt und abwegig sind, sondern der Mucke echt einiges an Leben, Eigenständigkeit und Atmosphäre mit auf den Weg geben. Wer hätte gedacht, dass Dark Funeral auch mit Saxophon-Impro geil klingt? Dieses Mischung verpacken die Jungs in fettem Sound, der die ganzen Elemente nicht nur schön zusammenführt, sondern die kleinen Details auch schön zur Geltung kommen lässt. Kalt und düster prescht die Band nach vorne, lässt einen nicht enden wollenden Hagel aus Blast Beast und Double Bass vom Stapel, kombiniert das mit schnellen, präzisen Riffs und lässt immer wieder Platz damit sich eine Atmosphäre breit machen kann. Dazu die experimentelle Ader, die immer wieder durchscheint und auch vor kleinen okkulten Spielereien nicht Halt zu machen scheint wie man am eher schleppenden „Existence – Environment – Experience“ sieht… da kommt schon einiges zusammen. Das ganze verbindet die Band mit astreinem Songwriting, bei dem kein Stück zu viel, aber auch keins zu wenig verbaut wird und schafft so ein absolut konsequentes Album, das von vorne bis hinten klassische nordischen Black Metal mit offenen Scheuklappen kombiniert.

Wer furiosen, Hau-Drauf Black Metal der Marke Marduk und Konsorten will, sich aber vor Experimenten nicht scheut, der kommt bei Kâhld voll auf seine Kosten, denn die Süddeutschen haben mit ihrem Debüt „No Fertile Ground for Seeds“ einen echten Brecher abgeliefert, der sofort durchstartet und nur selten etwas langsamer wird…dann aber immer aus gutem Grund! Live übrigens auch nur zu empfehlen 😉

Links:

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