Dwalin -The Red Book

Dwalin - The Red Book

Heute gehts wieder nach Frankreich und wieder gibt es Dungeon Synth auf die Ohren, denn auch Dwalin war in den letzten 5 Jahren nicht untätig, sondern hat das ein oder andere Album veröffentlicht. Ganz klassisch handeln seine Songs von Tolkiens Schaffen, bietet aber hier und da ein paar kleine Überrschungen. So auch auf seinem fünften Werk „The Red Book“ von 2018.

Dwalin zaubert auf „The Red Book“ neun Songs voller fantasievoller Hingabe aus seinem Hut und kreiert so eine faszinierende und bezaubernde Welt in der man sich gerne verliert. Eher gemächlich und ruhig schreiten die Songs voran einzelne Elemente fügen sich Stück für Stück zusammen und bauen aus einer Anfangsmelodie langsam aber sicher einen epischen, narrativen Song, der hier und da auch zum Epos anschwillt. Das klappt bei Dwalin nicht nur in den kurzen Stücken, sondern auch (oder gerade) in den langen Stücken, allen voran die 10-minütige Reise „A Long Journey to the East„, in dem viele Emotionen und Stimmungen vereint werden. Sanfte Streicher und sich langsam voran wagende Bläser bestimmen einen Großteil des musikalischen Schaffens und liefern sowohl das atmosphärisch-sphärische Grundgerüst als auch die vielen kleinen Details und Spielereien, die sich in den Songs finden lassen. Immer wieder muten die Songs fast schon mittelalterlich an, wie beispielsweise „Mithrandir, the Grey Pilgrim„, andere sind erhaben und geheimnisvoll, wie das mit Samples versehene „Smaug, Great Worm, Keeper of Wonders„. Anders als viele andere Dungeon Synth-Geschichten, ist Dwalin dabei nicht nur Hintergrundbeschallung, sondern kann den Hörer mit vielen Ideen und Kleinigkeiten beglücken, die einen an die Geschichten der Musik fesseln und das Wechselspiel aus dichtem Ambient im Hintergrund und den fantasievollen, mittelalterlichen und erhabenen Melodien und Ideen im Vordergrund bilden eine betörende Einheit, die zum Träumen und Schwelgen einlädt. Nach den 45 Minuten des Albums gibt es noch ein Cover, bzw ein Dungeon Synth-Schnipsel des Intros zu einem Manilal Road-Song, der sogar mit Vocals aufwartet.

Dungeon Synth und Tolkien sind oft eine unzertrennliche Einheit, das beweist auch der Franzose Dwalin, der sein Schaffen der Fantasiewelt des Autors gewidmet hat und diese in schöne, ruhige und bezaubernde Klänge gießt. Ohne großes und pompöses Tamtam lässt er hierbei die Geschichten sprechen und kann damit voll überzeugen. „The Red Book“ ist eine sehr schöne Reise auf der es viel zu bestaunen gibt.

The Red Book by Dwalin

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Bandcamp

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