Maniac – Black Legion

Maniac - Black Legion

Ab nach Spanien wo die Maniacs von Maniac seit 2011 ihr Gerumpel zum Besten geben. Als Trio gestartet hat sich das Projekt nach internen Unstimmigkeiten im Verlauf des Jahres 2018 zum Soloprojekt verjüngt und 2019 die EP „Inhabiting Horror“ veröffentlicht. Davor erschienen allerdings bereits 1 Album, zwei Splits, ein Demo und eine EP in alter Besetzung. Letztere, die EP „Black Legion“ erschien 2013 und soll heute mal etwas durchleuchtet werden.

Kurz und knackig ist sie, kommt mit ihren 5 Songs auf grade mal 13 Minuten, mehr braucht das Teil aber auch gar nicht um ordentlich Radau zu machen. Musikalisch siedeln sich die Jungs hier irgendwo in der Ursuppe des Black Metal an, also dem ranzig-räudigen Thrash/Speed-Gemisch der Marke Venom und Co. Rasant und dreckig heizen die Riffs nach vorne dicht gefolgt von rumpelnden Drums, bisschen vor sich hin dröhnenden Bass und leicht blechern rasselnden Vocals. Die Riffs rasseln ein fetziges Solo nach dem anderen runter, zumindest wenn sie nicht gerade in Rage vor sich hin schreddern und präzise Thrash-Riffsalven in hoher Geschwindigkeit runterrattern. Unterbrochen wird der Hochgeschwindigkeitsreigen immer wieder durch mal mehr mal weniger dominante Motörhead-Anleihen, die der Sache noch eine gute Portion dreckigen Power-Rock’n’Roll mit auf den Weg gibt. Auch bei der Produktion werden keine Kompromisse gemacht, sondern mit Rumpelsound, Störgeräuschen und leichtem Übersteuern ein schön uriges Feeling aufgebaut, das einen direkt an den extremeren Metal der frühen 80er erinnert. Allzu viel Abwechslung darf man von der EP zwar nicht erwarten, trotzdem macht der sture Riffregen ordentlich Bock und es fällt schwer still sitzen zu bleiben (und ein Review zu schreiben…). Bei 13 Minuten bleibt aber auch keine Zeit für Langeweile.

Wenns mal wieder etwas sturer nach vorne gehen darf kommen Maniac gerade gelegen, denn deren rasanter Mix aus Venom und Motörhead macht ordentlich Bock und knallt ordentlich rein. Mit „Black Legion“ ist den Spaniern da ein schön kompakter Brocken gelungen, bei dem jeder Füller radikal entfernt wurde und nur die Riffessenz übrig blieb, die jeden Song zu einem fetzigen Kracher macht. Black Legion rise!

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