Torian – God of Storms

Torian - God of Storms

Torian aus Paderborn sind mir ein Begriff seit ich sie 2015 oder so live erleben konnte, damals war die Orden Ogan-lastige EP „Phantoms of the Past“ gerade erschienen. Seitdem hat sich die bereits 2002 gegründete Truppe aber wieder in ihre eigene Schiene gerettet und lieferte 2018 mit „God of Storms“ ihr bereits viertes Album ab. Seit ihrer Gründung hat sich die Band ständig weiterentwickelt und an ihrem Sound gefeilt und ihn weiterentwickelt. Dabei zeigt sich das Bandkarussell ziemlich eingerostet, immerhin hat es sich seit 2005 nicht mehr gedreht. Das hört man der mittlerweile zur Einheit verschmolzenen Band auch bei jeder Note an.

Weiß man, dass Seeeb von Orden Ogan hinterm Mischpult saß, kann man sich in etwas vorstellen wohin hier die Reise geht. Epischer Power Metal, kraftvoll und erhaben ist hier die Devise, auch wenn Torian bewusst auf Keyboards verzichtet und eher eine härtere Scheine fährt. Das hindert die Band allerdings nicht daran tonnenweise epische Chöre zu verbauen und jeden Refrain damit auszukleiden. Immer mal wieder schleichen sie sich auch in die Strophen um Frontmann Marc etwas unter die Arme zu greifen, der mit seinem Organ zwischen höherem Klargesang ohne spitze Schreie und ein paar sporadisch eingestreuten Thrash-Einlagen wechselt. Musikalisch bekommt man dann noch mehr Abwechslung geboten. Harte Riffs und schnelles Drum-Feuerwerk trifft auf epische Lead-Solis, immer wieder epische Melodiebögen und ziemlich facettenreiche Arrangements. Zwischen Seefahrerromantik und fast schon sozialkritischen Geschichten gibt es immer wieder Auflockerungen. Hier eine Alestorm-Melodie auf den Leads („Old Friend Failure„), da ein langsamer Epos („A Glorious Downfall„), ein kraftvoller Gassenhauer („Thousand Storms„) und immer wieder kleinere fast-schon-Thrash-Anleihen wie in „Blackened Soul“ oder auch im Mittelteil von „Thousand Storms„. Hier hält sich Härte und Eingängigkeit die Waage und verschmelzen zu einem fetzigen, abwechslungsreichen und spannenden Power Metal-Album jenseits des vorherrschenden Euro-Power Keyboard-Overload. Das sind 50 Minuten feinsten Edelstahls für jeden Anlass.

Wer vom ewigen Keyboard-Genudel hiesiger Power Metal-Kapellen genug hat und sich mehr auf eine klassische aber nicht minder epische Herangehensweise freuen kann, der sollte Torians aktuelles Album „God of Storms“ mal anhören. Da ist alles dabei. Geile Songs, fesselnde Leads, packender Gesang und eine gute Portion Energie. Das alles gelingt den Paderbornern ohne große Keyboard-Aufmärsche, sondern mit gutem Songwriting und vielen Chören. Absolute Empfehlung.

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