GoatKing – Uncrowned

GoatKing - Uncrowned

Heute gehts wieder mal ins heimische Hessen, genauer nach Marburg, denn dort treibt sich das Quartett GoatKing seit 2016 sein Unwesen treibt. Wenn man sich den Bandnamen und das Artwork so anschaut, rechnet man vermutlich mit Black Metal oder entfernt vielleicht noch Stoner/Doom oder ähnliches. Da wird man allerdings schnell eines Besseren belehrt, denn die Jungs zocken auf ihrer Debüt-EP „Uncrowned“ ziemlich schwungvollen Crossover Thrash.

Musikalisch geht es dabei sofort rasant los und auf zu viele Schnörkel wird sowieso verzichtet. So zockt sich die Truppe durch ihr Set aus schnellen Riffs, leichter Motörhead-Schlagseite, die allerdings recht schnell von schnittigen Thrash-Riffs mit Hardcore-Getingel abgelöst wird. Immer wieder werden die Songs etwas langsamer und grooven mehr, hier und da wirds auch mal zu trägem aber bestimmtem Stampfen und Gepolter, bevor das Tempo wieder angezogen und die Riffs wieder im Galopp durch die Prärie heizen. Abwechslung zeigt sich hier also hauptsächlich durch Tempowechsel und einen immer mal etwas schwereren Aufbau, durch welchen die Songs aber keineswegs ihre Kurzweiligkeit und punkiges Temperament verlieren. Würde es immer voll auf die 12 geben, würden sich die 4 bis 5-minütigen Songs allerdings auch schnell tot laufen, so bleiben sie knackig und interessant. Gesanglich gibts natürlich auch was zu bieten, wobei man sich hier doch stark auf heisere Shouts und Gebelle beschrenkt, vielleicht hier und da mal durch ein paar Gangshouts aufgelockert. Die kommen wohl am schönsten in „Goathammer“ zur Geltung, der auch gleichmal die Krone für das langsamste Segment einheimst. Ganze 20 Minuten füllen die Marburger mit ihrem Crossover Thrash, den sie auf 5 Songs verteilt haben. Jeder Song hat ein paar Ideen, die ihn von den anderen unterscheiden, aber wirklich groß ist der Unterschied im Allgemeinen nicht, so dass mans hier mit nem kompakten, druckvollen Mix aus Hardcore-Energie und Thrash-Riffs zu tun kriegt, der zumindest die ersten paar Durchläufe ordentlich Bock macht.

Wenn man mal wieder ein kurzes Hardcore/Thrash-Intermezzo braucht, kann man bei GoatKing getrost zulangen. Die machen ihrem Namen zwar absolut keine Ehre, dafür gibts beim ersten Durchlauf den Überraschungsmoment gratis dazu, wenn man merkt, dass das ja trotz des Namens gar kein Black Metal ist. „Uncrowned“ liefert schnelle, präzise Riffs und punkiges Drumming mit ner Spur Gestampfe hier und da, das durchaus gut ins Ohr läuft.

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