Gergovia – In Requiem Aeternam

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Vom Westen Deutschlands hüpfen wir heute gekonnt über die Grenze und widmen uns einem Franzosen, der bereits seit 2004 mehr oder weniger allein seiner Wege zieht. Für Liveauftritte holt er sich gerne mal Gitarristen ran, ansonsten arbeitet Lord Necron lieber allein an seinem Baby Gergovia. Mit diesem Projekt hat der umtriebige Franzose mittlerweile 10 Albem veröffentlicht, das neuste aus dieser Reihe erschien erst Mitte August, hört auf den Titel „In Requiem Aeternam“ und soll heute mal unser Thema sein.

Musikalisch wurde ich gleich bei den ersten Tönen überrascht, denn das Album-Cover hat mich eher an Symphonic Black Metal denken lassen. Dass ich hier dann ein stampfendes, rhythmisches Industrial Black Metal-Werk vor mit habe, hätte ich mir da noch nicht träumen lassen. So wirklich festnageln kann ich mich da bei Querverweisen allerdings nicht. Der Grundsound basiert auf klassischem Black Metal mit modernen Einflüssen, immer zwischen aggressivem Dauerfeuer und filigranerem Geriffe, hier und da ein paar Death Metal-Einschübe und immer mal wieder etwas Melodisches, dass dann sogar mal etwas Klargesang zulässt. Vermischt wird das Geballer mit stampfendem Industrial, dem sich die restliche Instrumentierung fügt. Das wirkt allerdings nie forciert, sondern fügt sich mit nahtlosen Übergängen wunderbar in den druckvollen Gesamtsound ein. Auch übertreibt es der Franzose nicht, sondern sorgt mit den Industrial-Einflüssen nur hier und da für einen sterileren, stampfenden Sound, der ordentlich Dampf macht und dem teils melodischen Black Metal gut Paroli bietet. Das Hauptaugenmerk der Scheibe liegt allerdings im Metal verwurzelt und liefert aggressive Riffs, ballernde Blasts, immer wieder ein paar melodischere Leads und bissigen Keifgesang. Lord Necron geht da kompetent zu Werke und liefert gute Songs mit flüssigen Übergängen, viel Spielerei und einer doch ziemlich passenden Atmosphäre. Nach einer dreiviertel Stunde zwischen Industrial, Aggression und Melodik neigt sich ein spannendes Album dann seinem Ende entgegen ohne etwas von seinem Charme einzubüßen.

Wer also mal wieder Bock auf kraftvollen Black Metal mit Industrial-Einflüssen hat, der kann beim neusten Gergovia-Album getrost zuschlagen. Bei dem Output, den die Band hat, denkt, da müsse doch irgendwann die Luft raus sein, der wird hier schnell eines Besseren belehrt, denn das Album bleibt von Anfang bis Ende spannend, legt seinen Fokus immer wieder auf andere  Elemente, lässt aber nichts zu kurz kommen. „In Requiem Aeternam“ ist ein richtig gutes Ding!

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