The Monolith Project – Fleischkvlt

The Monolith Project - Fleischkvlt

Bleiben wir in heimischen Gefilden, wechseln aber von Hessen nach Franken, wo die Würzburger von The Monolith Project seit 2012 für Krach sorgen. Das Projekt um Tausendsassa Jonas hat sich zwar letztes Jahr aufgelöst, konnte vorher allerdings ein Demo (2014) und das Album „Fleischkvlt“ (2018) veröffentlichen.

Was anfänglich wie ein schön stumpfes Death Metal-Album beginnt, entpuppt sich schnell als ziemlich experimentierfreudig. Druckvoller Sound verpackt die Musik in einem ansprechenden Gewand und liefert trotz Dichte und stumpfem Geholze ein differenziertes Klangbild. Schnell merkt man auch warum, denn nach dem Old School-Bölzer „Blutritual“ wirds moderner, technisch anspruchsvoller… aber nicht weniger aggressiv. Dazu mischt sich ein düsterer Brocken Black Metal mit dissonanten Riffs durch die das Ganze noch ungemütlicher wird. Als kleinen Ausgleich wird aber immer mal wieder etwas melodischeres Eingestreut, bevor wieder Geholze einsetzt, ein paar kraftvolle Breakdowns einsetzen oder die Groove-Keule geschwungen wird. Interessant wie es die Band schafft etliche Einflüsse, sei es jetzt Black Metal-Riffing oder einfach ein wenig was melodisches, und trotzdem einen so kompakten Bolzen daraus zu schmieden. Das wird umso erstaunlicher, wenn man den Song „Herbstblut“ erreicht, der erstmal mit Elektro-Gedudel loslegt, bevors so richtig losgeht. Das einzige Manko, das man dem Album vorwerfen kann, ist der ziemlich offensichtliche Drumcomputer, der hier und da etwas mit seinem Geklacker nervt, meist aber nicht so stark ins Gewicht fällt. Wird sowieso meist von den Riffs und dem tiefen Donnergrollen von Vocals übertönt. Letztere sind übrigens genauso brachial wie die Musik und auch textlich wird kein Blatt vor den Mund genommen. Das geht dann auch gerne mal stark in Richtung Eisregen. Titel wie „Café Cannibale“ oder „Fresser“ hätten rein vom Titel und den Texten auch auf nem alten Eisregen-Album erscheinen können. Eingängig, makaber und düster, wie sich das gehört.

Wenn man mal wieder modernen Knüppel-Death Metal mit Black Metal-Einflüssen braucht und mit leichtem Elektro-Anklang in einem Song klar kommt, dann sollte man sich mal The Monolith Project und ihr Album „Fleischkvlt“ reinziehen. So viele Einflüsse und doch so dicht, kompakt und stur nach vorne. Dazu herrlich morbid und makaber, schönes Ding. Zu schade, dass sich die Truppe aufgelöst hat.

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