Wardakhin – Krvava Privreda

Wardakhin - Krvava Privreda

Aus der Heimat in den Osten…Südosten um genau zu sein. Kroatien ist bei vielen musikalisch immer noch ein weißer Fleck und auch ich kenne nicht wirklich viele Bands aus diesem Land. Umso mehr hat es mich gefreut als Wardakhin mit neuen Songs um die Ecke kamen. Mit ihrem 2012er-Album „Robovi Malog Ekrana“ bin ich auf irgendeinem Blog für kroatischen Metal/Rock auf die Jungs aufmerksam geworden, 2017 erschien dann endlich der Nachfolger „Krvava Privreda„. Trauriger Weise ist der Release des Albums auch das bislang letzte Lebenszeichen der Truppe, ob also nochmal was kommt ist fraglich.

Musikalisch blieben sich die Jungs auf „Krvava Privreda“ treu und liefern straighten, harten und groovigen Hardcore. Fette, fast schon metallische Riffs drücken schön nach vorne, das schnelle, stumpfe Drumming macht nochmal zusätzlich Dampf und so kommt im imaginären Pit sofort Bewegung auf. Doch statt immer nur direkt aufs Fressbrett zu schießen, legt die Band immer wieder schwere groovende Segmente ein oder lässt den Lead-Gitarristen mal ein flottes Solo vom Stapel lassen. Dabei zeigt die Band nicht nur viel Spielfreude und was so alles als Können in ihnen steckt, sondern hält die 10 Songs ordentlich frisch.. und das bei einer Spielzeit von nicht mal 30 Minuten. Die Band schwankt immer wieder zwischen klassisch-punkigem Gerocke und Hardcore-Gedresche und streut hier und da Metal-Riffs ein, für den Extra-Kick an Druck. Stumpf und filigran wird hier zu einem fiesen Gebräu vermengt, dass direkt in den Nacken fließt. Auch gesanglich geben sich die Jungs aus Vukovar energetisch und aggressiv, shouten ihre harschen Statements mit Wucht ins Mikro. Da bleibt kein Ohr trocken und kein Stein auf dem anderen.

Hardcore-Fans aufgepasst, Wardakhin sind zurück und lieferten mit „Krvava Privreda“ eine harsche, groovige und kraftvolle Abrechnung mit dem Kapitalismus ab. Wer auf Metal-Einflüsse Bock hat und mit dominanten Rhythmen zurecht kommt, der hat hier eine halbe Stunde lang ordentlich Bock auf Keilerei. Schade, dass es nicht so aussieht, als gäbs hiernach nochmal was Neues.

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