Corrosive – Nourished by Blood

Corrosive_NourishedByBlood-Cover

Corrosive aus dem hessischen Marburg sind mir seit Jahren keine Unbekannten mehr, so wirklich geklickt hats aber erst beim aktuellen Album „Nourished by Blood„. Davor erschienen in den mittlerweile fast 25 Jahren Bandgeschichte bereits 2 andere Alben, eine EP und zwei Demos. Jetzt steht wieder ein Album ins Haus, also Zeit aufzuholen und hier das noch aktuelle Werk mal vorzustellen.

Ein kurzes sich langsam aufbauendes Intro ebnet den Weg für eine deftige Death Metal-Walze. Danach brechen auch schon alle Dämme und die fünf Hessen lassen kraftvollen Old School-Death Metal vom Stapel. Mit modernem Sound und einigen modernen Schlenkern hier und da wird der aggressiver Reigen noch weiter aufgepeppt und immer wieder lassen sich melodische Anflüge erahnen. Den Großteil der Scheibe füllt allerdings brachialer Death Metal, der mal langsam vor sich hinstampft und mal ordentlich Geschwindigkeit and den Tag legt. Ein Gewaltmarsch der Drums hängt sich an den nächsten während rabiate Riffs rasant durch die Songs sägen. Immer wieder wird der Hochgeschwindigkeitsreigen durch schwere, fast schon slammende Rhythmen unterbrochen, die dann noch das letzte bisschen umnieten das noch steht. Gesanglich gibts genauso auf die Fresse, denn Andy growlt sich aggressiv und ziemlich angepisst durch die harschen Texte, bleibt dabei aber überraschend gut verständlich. Dieser Grundtenor aus rasantem Death Metal, schwerem Stampfen und aggressivem Gegrunze bleibt einem in allen Songs erhalten, doch liefern einige Tracks ein wenig mehr um sich etwas abzuheben. „Notzucht der Hexe“ kommt beispielsweise hier und da mit heiserem Gekeife um die Ecke, bei „God Gives“ gibts ein Kinderstimmen-Intro und liefert später noch tiefen Klargesang in einem Moment der Ruhe, meist liefern allerdings die großartigen Riffs mitreißende Songwriting genug Gründe nicht abzuschalten. Da fällt es schwer Schwachstellen zu finden, die Riffs wechseln immer im richtigen Moment, alles wirkt bis ins kleinste Detail durchdacht ohne klinisch zu wirken, die Produktion ist erste Sahne, die Scheibe geht einfach sauber ins Ohr. Wer dann nach 45 Minuten immernoch nicht genug bekommen hat, den überrascht die Band mit einem Cover des Ghostbusters Theme Songs, kann man mal machen.

Corrosive habens mit „Nourished by Blood“ endgültig in die Death Metal-Oberliga geschafft. Tighte Songs, fetziges Songwriting, ne fette Packung Aggression und Härte, dazu eine ordentliche Portion Spielfreude und Spaß an harter Musik. Da kann man nix falsch machen. Geiles Ding!

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