Demonicidio – Crónicas del final

Demonicidio - Crónicas del final

Heute begeben wir uns in ein Land, das von mir noch nie erwähnt wurde: Uruguay. Wenn man sich auf Metal-Archives mal umschaut, sieht man, dass sich 90% der Szene in der Hauptstadt Montevideo abspielt und unsere heutige Band Demonicidio stellt da keine Ausnahme dar. 2017 gegründet werkelte man gut 2 Jahre am Debüt-Album, bevor „Crónicas del final“ letztendlich das Licht der Welt erblickte.

Auf selbigem Debütwerk präsentiert die junge Truppe druckvollen und direkten Death/Thrash ohne große Schnörkel und doch ziemlich interessant gehalten. Stumpf marschiert das Schlagzeug gemächlich und ohne große Rhythmuswechsel nach vorne während sich die Riffs in einfachen Akkorden bewegen, aber immer wieder aus dem Trott ausbrechen. Hier wird ein Solo eingebaut, da kraftvoll gegroovt und immer mal wieder wird das Tempo komplett gedrosselt und bleierne Schwere übernimmt das Zepter. Gesanglich bestimmen harsche Thrash-Screams das Bild, die entfernt an Ektomorf erinnern, eine Assoziation, die sich auch musikalisch nicht komplett verneinen lässt. Aus diesem Mix formt die Band ein geradliniges aber druckvolles Album, dem man zwar hier und da noch Unsicherheiten an den Instrumenten unterstellen kann, aber mit ordentlichen Riffs und sehr guten Vocals überzeugen kann. Ein Feuerwerk an Riffgewalt darf man nicht erwarten, dafür gehts solide, direkt und eingängig zur Sache, während schwere Rhythmen immer wieder über einen hereinbrechen.

Bei „Crónicas del final“ darf man keine Neuerfindung des Death/Thrash erwarten, stattdessen bekommt man solide, schwere Kost geboten, die immer mal wieder durch ein ordentliches Solo aufgelockert wird und ansonsten zum Großteil auf die Überzeugungskraft des heiseren Keifgesangs (immer wieder mehrstimmig) setzt. Dieser präsentiert einem seinen vollen Hass und Aggression und überzeugt mit geiler Ausführung. Demonicidio haben vermutlich noch einen langen Weg vor sich, können aber mit ihrem Debüt schonmal für einen ordentlichen Auftakt sorgen, der zwar etwas abwechslungsreicher hätte sein können und hier und da in der Ausführung etwas schwächelt, ansonsten aber ein ziemlich wilder Brocken ist, den man durchaus mal anchecken kann!

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