Asaru – From the Chasms of Oblivion

Asaru - From the Chasms

Mit Asaru widmen wir uns heute mal wieder einer der länger existierenden deutschen Black Metal-Bands, die aber nie so wirklich viel Aufmerksamkeit bekommen haben. Das könnte in diesem Fall daran liegen, dass seit der Gründung 1995 erst zwei Demos, eine EP und anschließend zwei Alben das Licht der Welt erblickten. Hauptdrahtzieher der Truppe ist Frank Nordmann, der zunächst 2007 nach Norwegen auswanderte und dort die Band zunächst weiterführte, seit dem letzten Album „From the Chasms of Oblivion“ (2012) gabs allerdings kaum noch ein Lebenszeichen der Band. Ich gehe davon aus, die haben sich mittlerweile endgültig aufgelöst.

Asaru zelebrieren auch auf ihrem letzten Werk klassischen Black Metal der schwedischen Schule. Will heißen die Jungs legen viel Wert auf klirrende Gitarren, einen gewissen aggressiven Charme und eine gute Portion Harmonik hier und da. Angereichert wird das Ganze hier mit einem Hauch sphärischer Keyboards und Thrash-Riffs, die sich immer wieder einschleichen. Die Band schafft außerdem den Spagat zwischen räudiger Kälte mit blastenden Drums, frostigen Riffs und bissigem Gekeife und sehr melodischen Segmenten, ausufernden Instrumentalparts, die sich fast schon episch aufbauen. Und auch die aggressiven Parts ufern seltenst in stumpfes Geballer aus, sondern liefern zwar schnelle aber gleichsam auch mitreißende und spannende Riffsalven, die einen immer wieder aufhorchen lassen. Hier ein kleiner fast schon proggiger Part, da galoppierende Riffs, dann wieder etwas thrashigeres oder Immortal-Verschnitte, geboten wird hier einiges. Auch die Drums lassen sich nicht lumpen, liefern neben klassischen Blasts und schnellem Geknüppel auch immer wieder groovige Sektionen, ein paar Stampfer und coole Fills. Gesanglich gibts auch klassische Kost, beschränkt man sich doch überwiegend auf rasselnde Screams und hier und da etwas cleanere Geschichten zum Auflockern und Stimmung aufbauen. Mit diesem ziemlich spannenden Mix füllt die Band eine ganze Stunde aus, ob es wirklich so lange hätte gehen müssen, sei mal dahin gestellt. Nichtsdestotrotz, die Riffs sitzen, die Mucke fesselt und macht Laune und Langeweile kommt auch keine auf.

Ein Deutscher, der in Norwegen schwedischen Black Metal spielt, internationaler kanns kaum werden. Wem das für das Wecken seines Interesses noch nicht langt, der sollte trotzdem mal reinhören, denn das Album hat es in sich. Asaru mischen hier gekonnt Melodik mit Härte, Harmonie mit Kälte und einem Hauch Thrash. Jedes Riff sitzt und gerade Songs wie „Blind Obedience“ lassen das Herz doch immer wieder höher schlagen. „From the Chasms of Oblivion“ ist ein richtig schönes Ding.

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