Slammin‘ Thru – Things to Come

Slammin_Thru_Cover

Mit Slammin‘ Thru widmen wir uns heute mal einer spanischen Band, die bereits seit 2002 mehr oder weniger aktiv ist. 2005 erschien das erste Demo, danach dauerte es 8 Jahre bis zur Debüt-EP „Disguised Queen„. 2016 erschien dann das Debüt-Album „Things to Come„, das noch immer auf einen Nachfolger wartet. Zeit genug das Album nochmal Revue passieren zu lassen.

Gleich zu Beginn merkt man was die Stunde geschlagen hat, denn sofort wird man mit einer Breitseite komplexer Riffs, sperrigen Arrangements und psychedelischem Gesang begrüßt. Irgendwo zwischen Progressive Metal, Djent und Neo Prog hat sich die Band angesiedelt und fühlt sich das hörbar pudelwohl. Wer allerdings auf seichte Kost steht, der ist hier denkbar falsch. Ständig verändert sich das Album, kein Riff bleibt einem für länger als zehn Sekunden erhalten, immer wieder huschen wilde Chord-Progressions an einem vorbei, verknotet sich der Gitarrist fast die Finger oder schiebt ein halbwegs melodisches Solo zwischenrein. Vor allem die Vocals bringen mit ihrem leicht verwaschenen Sound einen Neo Prog oder klassischen Prog Rock-Vibe mit, der etwas in Kontrast zum modernen Gefrickel steht. Sorgt für ein wenig Erdung und dafür, dass man einen Leuchtturm im Chaos hat an dem man sich als Hörer orientieren kann. Auch das Drumming sorgt immer wieder dafür, dass die Gitarren etwas gezügelt werden, auch wenn sie selbst gerne mal etwas herumexperimentieren. Ein weiterer Lichtblick ist „Break„, der nach der Hälfte des Album eine kurze Pause bereithält. Die Produktion ist wie erwartet glasklar und bietet so jedem Instrument Platz sich zu entfalten und Akzente zu setzen. Auch kommt man so in den vollen Genuss des Gefrickels, das sich doch irgendwie zu soliden Songs zusammenfügt, statt als loses Ideenschmelztiegel zu fungieren, doch daran sind nicht zuletzt die packenden Vocals schuld. So kommt es, dass die gut 40 Minuten einen doch ziemlich anstrengen, wenn man nicht gerade absoluter Proghead ist, aber doch immer wieder coole Parts haben, die dem Ottonormalmetaller Spaß bereiten und für ihn nachvollziehbar sind.

Wenn man sich mal einen Schmelztiegel aus klassischem Prog und modernem Gefrickel geben will, dann kann man das mit Slammin‘ Thu gerne mal tun. Die Scheibe braucht sicher ein paar Durchläufe bis man sich damit warm gehört hat, danach ist der moderne Notensalat allerdings ziemlich cool und gerade die Vocals heben es ein Stück vom Prog Metal/Djent-Standard ab. „Things to Come“ kann man also ohne schlechtes Gewissen mal anchecken.

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