Pÿlon – A Lament

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Mit Pÿlon besuchen wir heute mal die Eidgenossen, denn die Schweizer haben mit „A Lament“ ein wahres Doom Metal-Bollwerk abgeliefert. Dabei blickt die 2002 gegründete Band auf eine bereits stattliche Diskographie zurück, die mittlerweile 7 Alben umfasst. Dabei sind die Schweizer sowohl sich als auch ihrem christlichen Glauben stets treu geblieben und verarbeiten ihn konsequent auf jedem Album.

Schon beim ersten Song „Cosmik Lizard„, der für mich auch gleich das Album-Highlight darstellt, wird man vom Bandsound gefangen genommen. Träges Drumming, schwere Riffs und verhallter, epischer Klargesang bilden die Grundpfeiler des Bandsounds, womit sie sich schon in einer eher psychedelischen Richtung ansiedeln. Dabei sorgen die Riffs tatsächlich als einzige für etwas mehr Abwechslung, bringen hier und da ein frisches Solo mit ein oder streuen mal etwas melodischere Riffs ein. Der Rest bewegt sich in einem ziemlich kompakten Korsett aus oben genannten Punkten, hier und da vielleicht mal etwas ausgebaut mit Mehrstimmigkeit oder etwas kraftvollerem Gesang und ein paar druckvollere Drumparts gibts auch immer mal. Auf den Vocals liegt allerdings das Hauptaugenmerk der Scheibe, nicht zuletzt weil sie am lautesten daher kommen, aber auch weil ihr verhallter, emotionaler „Singsang“ (nicht negativ gemeint) einen schon sehr stark gefangen nehmen kann. Diese verändern sich im Verlauf der Scheibe auch nur minimal, reißen kurz aus dem Trott aus oder werden von kurzen Growl-Segmenten abgelöst, wabern ansonsten aber als roter Faden durchs Album und tragen den Hörer förmlich von einem Highlight zum nächsten. Könnte man jetzt als zu monoton abstempeln, funktioniert in diesem Kontext hier aber extrem gut, wenn man sich denn drauf einlassen will. Fast 50 Minuten füllt die Band mit diesem trägen Mix aus Doom Metal und psychedelischen Vocals, den man fragiler und dezenter man nicht hätte anmischen können.

Für Fans von klassischen Doom Metal mit betörenden Gesängen sind Pÿlon wie gemacht. Die Band zaubert auf „A Lament“ einen dichten Mix aus Atmosphäre und sphärischer Erhabenheit, der mit seiner Einfachheit gefangen nimmt und mit kurzen Ausreißern für Spannung sorgt. Langweilig wirds trotz der Trägheit nie und so bildet die Scheibe ein betörendes Bollwerk christlichen Doom Metals.

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