Asaru – Baalpriku

Asaru - Baalpriku

Bleiben wir mal in der näheren Umgebung und widmen uns einer Band, die Mitte der 90er in Darmstadt gegründet wurde. Asaru ist das Baby von Frank Nordmann und hat zunächst ein paar Demos und eine veröffentlicht, bevor sie sich 2007 auflöste. Nach seinem Umzug nach Norwegen belebte Nordmann die Band dann wieder und veröffentlichte immerhin 2 Alben bevor die Band erneut in der Versenkung verschwand, aus der sie dieses Mal aber nicht wieder aufwachen sollte. Thema heute ist hier die 2000 erschienene EP „Baalpriku„.

Wer die beiden Alben kennt, der verortet Asaru zurecht in der melodischen Black Metal-Ecke, doch konnte die Band anfangs auch anders, was „Baalpriku“ eindrucksvoll beweist. Zwar zeigt sich die Scheibe auch schon sehr melodisch, doch liegt es musikalisch im symphonischen Black Metl und Gothic Metal verwurzelt. Epische, ausufernde Keyboard-Orchester, melancholischer weiblicher Klargesang, Songwriting, das immer auf einen Climax hinarbeitet, nachdem der Song wieder etwas abflacht, das sind die Kernelemente der EP. Dabei ist die Musik auch frühen Dimmu Borgir oder schwedischen Black Metal-Bands nicht unähnlich und verbinden schnellen, schneidenden Black Metal mit wildem Gefauche mit epischen Keyboards, sorgen aber auch immer für ruhigere Momente, in denen melodische Solos und etwas atmosphärisches Treiben übernehmen. Das werden die späten 90er wiederbelebt, doch gibt es beispielsweise mit „Sea of Stars“ auch ganz ruhige Stücke, die mit sphärischen Keyboards, melodischen Riffs, chorischen Elementen und weiblichen Backing Vocals in eine ganz andere Richtung schießen. Hier und da lassen sich die Riffs auch in eine leicht heidnische Richtung einordnen, allerdings so vermutlich nicht geplant war, sondern „Travel“ nur den epischen Charakter einer weiten Reise mit auf den Weg geben sollten. 26 Minuten füllt die Band so ziemlich abwechslungsreich und interessant, spielen mit klassischen Black Metal, fügen dem symphonische Elemente, einen leichten Gothic-Touch bei und sorgen mit schnellen, kalten Riffs für ordentlich Feuer.

Asarus frühe Werke erinnern zwar nur marginal an die beiden Alben, die folgen sollten, doch ist die Musik deswegen alles andere als schlecht, sondern sorgt als kühler Symphonic Black Metal und frostigem Riffing für rasante Action, die immer mal wieder von atmosphärischen Parts unterbrochen wird. Langeweile kommt da nie auf und so kann man „Baalpriku“ nur jedem ans Herz legen.

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