Bloodflowerz – Diabolic Angel

Bloodflowerz - diabolic angel

Bloodflowerz könnten dem ein oder anderen schon bekannt sein auch wenn sie sich bereits vor 13 Jahren aufgelöst hat. In den sieben Jahren, die die Band aktiv war hat sie immerhin drei Alben auf einem nicht gerade unbekannten Label veröffentlichen können und sich den ein oder anderen Fan erspielen können. Benannt hat sich die Band bei ihrer Gründung 2000 nach einem Album von The Cure und das erste Album „Diabolic Angel„, unser heutiges Thema, erschien 2002.

Schon beim Artwork sticht einem ein Vergleich ins Auge, der sich dann beim Hören bestätigt. Das geht schon stark in Richtung Evanescence. Vom Gothic-Outfit mit weiblicher Engelsstimme über den modernen Alt Rock bis zur Albumgestaltung geht einem die Assoziation nicht aus dem Kopf. Aber das stört ja auch nicht, immerhin kommt auf Bloodflowerz mit einer deftigen Portion Emotionalität die auf powervollen Sound und Riffs trifft. Irgendwo zwischen Alternative, Gothic und Metal angesiedelt fühlt sich die Band pudelwohl und zockt ihre Songs über Liebe, Liebeskummer und düsterer Romantik mit viel Spielfreude runter. Immer wieder wechselt man zwischen harten Riffs, rockigen Segmente und poppigen Chorussen hin und her, sorgt so für einen energetischen und doch eingängigen Mix. Die Drums schieben ordentlich nach vorne, die Gitarren zeigen sich von ihrer besten Seite und auch die Keyboards und Effekte können immer mal wieder Akzente setzen. Immer wieder streut die Band auch ganz ruhige Parts ein, die die sanfte Stimme von Sängerin Kirsten nochmal richtig zur Geltung bringen. Dieser zeichnet sich durch zarten, emotionalen Klargesang aus, der aber immer auch ordentlich Kraft mitbringt um sich gegen die Instrumente zu behaupten. Und wenn das nicht reicht, wirds hier und da mehrstimmig und etwas Geflüster kommt auch ab und an zum Einsatz. Gerade in Songs wie „One Second“ oder dem extrem trübseligen, aber auch epischen „Tears of the Night“ kommen die besonders gut zur Geltung, bei letzterem kommt dann auch der Gothic-Einfluss schön zur Geltung. Schwache Songs findet man auf dem Album allerdings vergeblich; die dreiviertel Stunde ist gefüllt mit mitreißenden Liebesliedern und düsterromantischen Songs, die allesamt auf ihre Art und Weise überzeugen können.

Wem Evanescence zusagen oder generell der düstere Teil des Alternative Rock, der kann bei Bloodflowerz getrost zuschlagen, denn den verkörpern die Herrschaften bereits auf ihrem Debütalbum wie kaum eine andere Band. Von melancholischen Liebesliedern über düstere Goth Rock-Songs bis zu kleinen Epen mit Keyboard-Orchester ist alles dabei und lässt eigentlich keine Wünsche offen. Richtig schöne CD.

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