Critical State – The Monument

Critical State - The Monument

Bleiben wir heute mal lokal und widmen uns mal wieder einer hessischen Band, die nie so wirklich bekannt wurde und wohl auch nicht mehr existiert. 1994 gegründet kann die Heppenheimer Band Critical State auf eine doch recht lange Geschichte zurückblicken und hat in 20 Jahren Bandgeschichte satte 6 Alben und eine EP veröffentlicht. 2014, nach dem Release des letzten Albums, wurde es dann ruhig um die Band. Heute gehen wir aber mal an den Anfang ihrer Karriere und hören uns die 1999 erschienene EP „The Monument“ an, die sticht nämlich so ein wenig aus der Diskografie heraus.

Musikalisch gehen die Metalhead hier etwas ruhiger und leiser zu Werke als auf ihren Alben, doch lässt sich natürlich der Metal nicht verneinen. Doch statt kraftvollem Metal kriegt man den größten Teil melancholische, düstere und bisweilen emotionale Musik auf die Lauscher, die zwar zum Großteil von Riffs begleitet werden, diese sich aber dezent im Hintergrund halten und den Vordergrund für Akustikgitarre, Violine und gefühlvollen Klargesang freihalten. Auch das Drumming hält sich etwas zurück, liefert nur hier und da etwas groovigen Schwung. Diese ruhigere Herangehensweise gipfelt in der Vollblutballade „Spirits Remain„, die vom tragischen Verlust der Eltern handelt. Wem das zu ruhig ist, der greift zum Titeltrack „The Monument„, der zwar gemächlich einsteigt, sich dann aber zum groovig-stampfenden Heavy Metal-Track entwickelt, der zwar langsam aber doch stur nach vorne treibt und mit kraftvollem Gesang daher kommt. Die Produktion der EP bleibt dabei immer recht bodenständig und erdig, aber doch gut hörbar, auch wenn ich mir die Gitarren etwas lauter gewünscht hätte. Nur hier und da schafft es mal ein Solo sich in den Vordergrund zu mogeln. Dabei sind die Riffs so schön abwechslungsreich, geradlinig und ziemlich packend. Selbiges gilt glücklicherweise auch für die Vocals und so kann man da nochmal drüber hinwegsehen, während man die Stücke mitsingt und den eingestreuten Streichern lauscht. Auch werden die durch Mehrstimmigkeit, chorische Gesänge und kleinere Effekte noch ein Stück ausufernder und mitreißender. Mit seinen 4 Songs kommt die EP auf gut 24 Minuten ruhigen, gemütlichen Heavy Metals mit balladeskem Charakter, der aber schön ins Ohr geht und emotional einiges rüberbringen kann.

Wer mal Lust auf etwas düstereren Heavy Metal hat und etwas emotionalen Ballast loswergen will, der sollte sich mal die „The Monument„-EP von Critical State geben, denn die geht dahingehend ruhig und besonnen zu Werke. Es ist zwar kein Meisterwerk, aber trotzdem ist es eine Scheibe, die mir immer wieder Spaß macht, was nicht zuletzt an dem kraftvollen, emotionalen Gesang liegt. Schönes Ding

Leider kein Video von der EP gefunden, das hier ist vom 2014er Album

Links:

Metal-Archives    YouTube

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s