Burkhartsvinter – Mordbrand

Burkhartsvinter - Mordbrand

Burkhartsvinter dürften Lesern meines Blogs keine Unbekannten sein und so kann ichs mir natürlich nicht nehmen lassen auch das dritte Album der Süddeutschen unter die Lupe zu nehmen. 2013 als Ein-Mann-Projekt gegründet, wuchs Burkhartsvinter recht schnell zur Band heran um sich regionalen Themen und Satan zu widmen, wie sich das für ne ordentliche Black Metal-Band ja auch gehört 😉 So spielte man vor sich hin und nun erschien mit „Mordbrand“ das dritte Album der Rabauken.

Wie bereits die Vorgänger ist auch „Mordbrand“ im heimischen Proberaum aufgenommen worden und zelebriert damit auch die eher rohere, naturbelassenere Variante des Black Metal. Dabei sorgen auch die klirrenden Gitarren, das rumpelnde Schlagzeug und das bissige Keifen von Hellstone für den frostigen Second Wave-Vibe. Rabiat und direkt knallen einem die Jungs ihre Songs vor den Latz, verfallen dabei allerdings nie in kopflose Raserei, sondern lassen gemächlichere Riffs mit Sinn für Melodik die Arbeit erledigen, begleitet von fast schon schleppendes Drumming, das glücklicherweise immer wieder durch punkige Parts aufgelockert wird. Auch zeigt die Truppe immer mal wieder ihr Gespür für „fetzigen“ Rhythmus ohne aus ihrem kauzigen, hasserfüllten Reigen auszubrechen. Immerhin wird in den Songs gegen alles und jeden gehetzt, seien es die gängigen Religionen, die Black Metal-Szene oder die Schwaben (die Elendigen!). Moderne Einflüsse bleiben in der Musik außen vor, hier regiert die urtümliche Schwärze, die aber trotzdem nicht altbacken klingt. Mit geilen, packenden Riffs, der erwähnten Melodik und Groove sowie leicht mitkeifbaren Refrains wie in „When Satan Calls to Arms„, die dann auch mal mehrstimmig daherröcheln. Wer Black Metal der zweiten Welle kennt, der kennt vermutlich auch dieses Album, doch hält die Band den schwarzen Reigen über fast 50 Minuten extrem spannend und frisch, so dass es trotzdem immer und immer wieder Bock macht und zu Bewegung animiert…. oder man guckt einfach grimmig, das passt natürlich auch.

Burkhartsvinter fronen erneut dem rohen, kratzbürstigen Black Metal alter Schule und tun dies erneut so überzeugend, dass man das Album einfach geil finden muss. Hier etwas Groove, da bisschen punkig und immer wieder melodisch zwischen dem Darkthrone-esken Gesäge, so muss das und so passt das! „Mordbrand“ ist einfach ein fettes Brett voller Hass und Verachtung!

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