Zwenz – A Life’s Work of Natrgaard

Zwenz - a lifes work of natrgaard

Verbleiben wir in Deutschland, reisen allerdings für unser heutiges Album doch ein gutes Stück gen Süden, denn mit Zwenz zieht es uns heute nach Stuttgart. Seit 2003 hat der gute Natrgaard unter dem Projektnamen Zwenz Musik veröffentlicht. Anfangs als Demos, doch 2005 schlug er mit dem Doppelalbum „A Life’s Work of Natrgaard“ voll zu. Irgendwann nach dem Nachfolgewerk war dann allerdings Schluss für das Projekt. Vor Kurzem wurde dann der erste Teil des Doppelalbums neu aufgelegt, Grund genug da mal reinzuhören.

Das fast halbstündige Werk wird dabei dominiert von der 8-minütigen „Einstieg“ und dem Epos „Hinterland„. Beide zusammen kommen bereits auf fast 20 Minuten und füllen diesen Raum mit Epik, Folklore und Gefühl. Statt auf generischen Ambient setzt der Opener dabei bereits auf E-Gitarren und liefert einen schwarzmetallischen Einklang in das Album, auf das der 11-Minüter „Hinterland“ folgt, der einen sofort mit seinem Wechselspiel an Einflüssen gefangen nimmt. Zwischen rockigem Black Metal, der auch mal mit Leadgitarren-Ausschweifungen daher kommt, schleicht sich immer wieder innehaltender, melancholischer Folk, der mit Aufmachung und Stilmitteln an eine metalfreie Version von Bathorys „Hammerheart“ oder Menhir oder ähnlichem erinnert. Imme wieder wechselt die Stimmung zwischen beiden Welten, schafft es aber gleichzeitig auch die ziemlich schön miteinander zu vermischen, sei es durch Natursamples oder Flöten, die in die andere Sphäre mit rüber schwappen. Auch die beiden nachfolgenden, im Vergleich sehr kurzen Songs „Reise ins Innere der Erde„, „Falkenflug“ stehen dem in Sachen Epik und Folklore in nichts nach und liefern neben harschem Black Metal mit giftigem Gekeife auch die bereits bekannten melancholischen Gesänge. Das Ganze wird durch seine eher ruppige Produktion noch authentischer und erdiger, verliert aber dadurch nichts an seiner Anmut. Stattdessen klingt er auf diese Weise und auch durch seine nicht ganz perfekten Vocals wie ein alter Barde, der durch die Natur streift und über selbige seine Lieder zum Besten gibt.

Mit „A Life’s Work of Natrgaard“ scheint Zwenz tatsächlich ein Denkmal geglückt zu sein, denn die Folklore und Anmut gepaart mit ruppigem, kratzigem aber doch recht rockigem Black Metal scheint geglückt zu sein und vereint das Beste aus beiden Welten. Dazu klingt das Album erdig und naturbelassen und wirkt so gleich nochmal reeller…irgendwie. Absolute Empfehlung für Folk Metal-Fans abseits des Hummpa-Hummpa-Bullshits. Großartig!

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