Bloodflowerz – 7 Benedictions / 7 Maledictions

Bloodflowerz - 7 benedictions

Widmen wir uns doch nochmal Bloodflowerz, immerhin hat mir „Diabolic Angel“ ja schon zugesagt. Heute widmen wir uns chronologischer Weise ihrem zweiten Album, dem 2003 erschienenen „7 Benedictions / 7 Maledictions„. Benannt nach einem Album von The Cure hat die Band Bloodflowerz sich 2000 gegründet, drei Album veröffentlicht und hat sich dann 2007 nach ein paar Besetzungswechseln aufgelöst. Mehr weiß ich allerdings auch nicht, also besser schnell rein ins Review!

Musikalisch bewegen wir uns auf dem zweiten Album immer noch in denselben Gefilden wie auf dem Debüt. Die Band zaubert erneut leicht von Gothic-beeinflussten Alternative Rock, der sich stark in eine düsterromantische und schwelgende Richtung neigt. Im Zentrum stehen einmal mehr die bezaubernden Vocals von Sängerin Kirsten, die mit ihrem Organ jede Menge Emotionen und Facetten in den Sound der Band einbringt, mal eher trist und melancholisch, mal energetisch nach vorne, mal fast freudestrahlend, je nachdem was die Situation gerade verlangt. Immer wieder wird sie dabei von den Organen ihrer Mitstreiter unterstützt, die dann oft auch Effekte aus der Dose mitbringen. Dazu bringt die Instrumentierung den passenden Sound und schwankt zwischen melodischem Rock mit Gothic-Touch, verzerrtem Gitarrengeschredder und ner ordentlichen Portion Metal-Riffs. Hier und da kommt Indie Rock oder Pop Punk etwas durch, ansonsten bleiben sich die Herrschaften ihrer Linie recht treu. Das Drumming sorgt zwar nicht für Hingucker, sondern bleibt recht basic, dafür liefern die omnipräsenten Keyboards für reichlich düstere Streicher, elektronische Einschübe und füllen so ziemlich jede Lücke, die sich irgendwo in den Sound geschlichen haben könnte. Trotzdem bleiben sie dezent genug um nichts zu überschatten, spielen aber trotzdem eine recht zentrale Rolle im Sound der Truppe. Alles in allem ist das ganze Werk ziemlich gut abgestimmt und hat hier und da auch einige Überraschungen parat, ob man das allerdings auf fast eine ganze Stunde strecken muss ist allerdings jedem selbst überlassen. Gegen Ende hat die Scheibe dann doch ein wenig nachgelassen, aber bei 14 Liedern können leider auch nicht nur Granaten dabei sein.

Aber seis drum, nichtsdestotrotz ist „7 Benedictions / 7 Maledictions“ ein ziemlich starkes düsteres Alternative Rock-Album, das mit starkem Gesang und abwechslungsreichem Songwriting daher kommt, mal ruppig, mal sanft, aber immer emotional ergreifend. Wer auf sowas steht, der sollte bei Bloodflowerz unbedingt ein Ohr riskieren. Schönes Album!

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