Wallop – Alps on Fire

Wallop - Alps on fire album

Mit „Alps on Fire“ meldet sich eine Band zurück, die sich Ende der 80er auflöste. 1983 gegründet hat Wallop ’84 ein Demo-Tape aufgenommen und ein Jahr später das einzige Album „Metallic Alps“ veröffentlicht. 2018 hat man sich dann erneut zusammengerauft und nicht nur das Debüt neu aufgenommen, sondern auch ein paar neue Songs geschrieben. Dieses neue, verbesserte Album wurde dann letztes Jahr als „Alps on Fire“ veröffentlicht und Oh Junge! On Fire triffts wirklich gut!

Was den Jungs um Frontmann Mick Wega hier gelungen ist, ist ein eindrucksvolles Beispiel, dass Neuaufnahmen von alten Alben nicht immer scheiße sind. Stattdessen fangen die Herren gekonnt den Vibe der 80er ein, verbinden ihn aber mit kraftvollem und modernem Sound wie es auch die Band Stallion zelebriert. Was man hier geboten bekommt ist astreiner Heavy Metal der alten Schule, der mit viel Energie nach vorne peitscht und einen als Hörer mit geballter Faust vor den Lautsprechern rumhampeln lässt. Die Drums grooven ordentlich drauf los, die Riffs gehen von der Gitarre direkt ins Blut, genau wie die Vocals. Waren die Songs schon im Original eingängig und geil, sind sie im neuen Gewand gleich nochmal so gut. Immer wieder schleichen sich rockige Einflüsse in die Riffgewalt, die von leichten Speed Metal-Anklängen hinweggefegt werden, überall findet man kleine Verbeugungen vor den ganz großen Bands ohne irgendwas abzukupfern. Das Intro von „Metallic Alps“ kann man beispielsweise als Anspielung auf Accept’s „Fast as a Shark“ verstehen und bei „Idols Die Too“ kommt ne leichte Motörhead-Kante mit ins Spiel. Nur eins lassen die Herren bewusst außen vor: 80s Glam/Hair-Gekröse… und womit? Mit Recht, wie sie in „Lack of Power“ eindrucksvoll darlegen. Jeder Song hat seinen Platz auf der Scheibe, Füller gibts nicht, stattdessen reiht sich eine Riffgranate an die Nächste, Mick singt sich durch einen Hit nach dem Anderen, hier etwas Sexappeal, da etwas sozialkritisch und natürlich ganz viel Metal, immer animiert seine Stimme zum mitsingen und abgehen während die Riffs einen förmlich zum Headbangen zwingen.

Geiler Heavy Metal ist in jüngster Zeit ja wieder voll im Trend, da haben es sich auch die Hessen von Wallop nicht nehmen lassen mitzumischen. Auf dem neu aufgenommenen Debüt zeigen sich die Jungs von ihrer besten Seite und ballern einen Hit nach dem nächsten raus, wobei auch die neuen Songs wie „Fun for the Nun“ den „Klassikern“ in nichts nach stehen, was auf ein zweites Album hoffen lässt. Immerhin ist „Alps on Fire“ ein feuriges Album voller Riffs, Riffs, Riffs und Energie. Definitiv einer meiner Heavy Metal-Favoriten von 2020.

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