Blacksmith Hammer – Metalworkers

Front cover

Südamerika war ja seit jeher sehr euphorisch was Metal angeht und dementsprechend tummelt sich auf diesem Kontinent eine Unmenge an Bands, so auch in Kolumbien. Fast 1900 bei knapp 50 Millionen Einwohnern ist kein schlechter Schnitt. Eine dieser Bands ist Blacksmith Hammer, die sich 2006 unter dem Namen Syrinx gründeten, sich aber im Lauf der Zeit umbenannten. Unter neuem Namen nahm man dann 2012 das Debüt-Album „Metalworkers“ auf, 2016 folgte dann vermutlich „Etched in Stone„, doch lässt sich da kaum Infos zu auftreiben. Bereits 2012 war die Band nicht unbedingt die Kommunikativste auf den Sozialen Kanälen und wurde mit der Zeit immer ruhiger, sodass ich heute nicht mal weiß, ob die Band überhaupt noch aktiv ist.

Aber heute dreht sich eh alles um das Debüt-Werk der Kolumbianer auf dem sie 8 bockstarke Riffgranaten raushauen. 50 Minuten Spielzeit klingen lang, doch wenn man einen abwechslungsreichen Mix aus Heavy und Thrash geboten bekommt, dann vergeht die Zeit wie im Flug. Dabei nimmt sich die Band von beiden Seiten das Beste raus und vermischt es zu einem energetischen und mitreißenden Mix. Neben harten Thrash-Salven mit energischen Riffs und schnellem Drumming („In the Country of the Mafious King„) gibts eben auch melodischere Geschichten mit gediegen galoppierenden Riffs und groovigerem Schlagzeug („War Against Myself„), dazu natürlich noch alles was dazwischen liegen kann. Klingen tut das Ganze dann mal nach modernen Kreator, mal nach 80s Heavy Metal, aber immer nach direktem, straighten Metal, der ziemlich melodisch daher kommt. Etwas dagegen schießen dann die Vocals, die sich durchgängig recht angepisst durch ihre sozialkritischen Texte keift und dabei doch recht stark an einen heiseren Mille Petrozza erinnert. Was mich bei den Jungs allerdings am meisten überrascht ist, wie leicht es ihnen zu fallen scheint 6, 7 oder sogar 8-minütige Songs zu schreiben, die nie langweilig werden, weil die Jungs immer mal wieder nen geilen Twist einbauen oder ganz und gar die Richtung ändern ohne dem Hörer vor den Kopf zu stoßen. Damit bleibt die Scheibe kurzweilig und spannend.

Kolumbianischer Heavy/Thrash Metal? Das geht! Blacksmith Hammer beweisen das auf ihrem leider kaum aufzutreibenden Debüt (wenn man nicht gerade den Downloadlink in ihrem Twitterprofil findet) eindrucksvoll. Die Jungs schaffen es gekonnt ein 50-minütiges Album mit bis zu fast 9 Minuten langen Songs zu füllen und diese durch geile Riffs, ein wenig Abwechslung und ordentliche Melodien spannend zu halten. Das schaffen bei weitem nicht viele Bands, also hört rein!

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