Plaguewomb / Omninegation / Necrotifixxion / Abschwörung – Four Ways to Agony

4 Ways to Agony

Ne Split hatten wir schon lange nicht mehr, also wirds mal wieder Zeit. Heute auf der Anlage haben wir die 4-Band-Split „Four Ways to Agony“ mit den frisch gegründeten Bands Plaguewomb, Omninegation und Nexrotifixxion sowie der nicht mehr ganz so neuen Truppe Abschwörung. Wirklich viel lässt sich über die Bands nicht herausfinden, kein Social Media, ein Promozettel lag der CD auch nicht bei, aber wenn man sich die Besetzungen anschaut, scheint es sich im Kern immer um Tim Schlichting und M.D.B. zu handeln, die manchen von ihren zahlreichen anderen Bands bekannt sein könnten. 100% bestätigt ist das allerdings nicht.

Los gehts mit drei mal Death Metal, den Anfang machen Plaguewomb, die schonmal schön druckvoll nach vorne gehen. Ruppig und rüpelhaft zelebrieren die Herren hier klassischen Death Metal der 90er. Keine Schnörkel, keine Kompromisse aber doch mit coolen Riffs, die zwischen Chaos und Melodik schwanken. Dabei gehen die zwei Songs süffig ins Ohr und machen Bock auf mehr. Darauf bauen Omninegation auf und zelebrieren eine leicht angeschwärzte Variante, die düster und schwerer aus den Boxen drückt, aber immernoch auf der 90er-Welle reitet. Die Riffs ballern weiter ordentlich, werden nur immer wieder durch klirrendere dissonante Parts unterbrochen und aufgelockert ohne sich zu weit aus dem Fenster zu lehnen. Als Dritte im Bunde lassen sich auch Necrotifixxion nicht lumpen und ballern fröhlich drauf los. Wieder wird eine etwas andere Art des Old School Death Metals zelebriert, diesmal widmet man sich dem Brutal Death Metal. Dementsprechend schnell und aggressiv rumpelt und grunzt man sich durch die knapp 4 Minuten, die die drei Songs zusammen auf die CD bringen. Zugegeben nicht gerade viel um sich einen Eindruck zu machen, aber für eine schnelle Huldigung der Genregrößen und Ursprünge reichts. Zum Abschluss gehts dann mit Abschwörung nochmal in ne ganz andere Richtung, denn hier wird klassischer Black Metal geboten. Wie das zu den anderen Bands passt, ist mir nicht ganz klar, ließe sich aber durch meine Mitglieder-Theorie erklären. Wie auch immer, nach kurzem Intro folgen 7 Minuten klassischen schnörkellosen Black Metals, der düster und aggressiv nach vorne böllert, mit grimmigen bis manischen Vocals daher kommt und hier und da rituell anmutet. Wirklich vom Hocker haut einen das auch wegen der kurzen Spielzeit nicht und Atmosphäre kommt da auch nur bedingt auf, doch liefern auch Abschwörung ordentliche Riffs ab, die Spaß machen. Das trifft hier auf alle Bands zu.

Braucht man eine Split mit vier Bands, die zu Ende ist bevor sie richtig angefangen hat? Bei der jede Band knapp 5 Minuten Musik zur Schau stellt? Fraglich. Macht die Scheibe trotzdem Spaß? Auf jeden! Old School worship von Anfang bis Ende, dafür gut geschriebene, auf den Punkt gebrachte Songs, die Lust auf mehr machen. Als Teaser für folgende Veröffentlichung also gerade richtig! „Four Ways to Agony“ kann man sich also durchaus mal zulegen, muss man aber nicht.

Leider nur den Abschwörung-Teil gefunden… mehr Samples gibts nicht.

Links:

Metal-Archives: Abschwörung    Necrotifixxion    Omninegation    Plaguewomb

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