Mirror of Deception – Conversion

cover

Mirror of Deception dürften mit eine der am längsten bestehenden deutschen Doom Metal-Kapellen sein, wenn nicht gar die am längsten Bestehende. 1990 gegründet waren die Herren aus Baden-Württemberg konstant aktiv und können mittlerweile auf 5 Alben, etliche Demos und Splits sowie ein paar EPs zurückblicken. Der große Erfolg blieb zwar aus, doch scharte man trotzdem eine treue Fangemeinde um sich. Heute geht es nicht um das aktuellste Album der Band, sondern um die EP „Conversion“ von 2003, einfach weil sie mir durch Zufall wieder in die Hände gefallen ist.

24 Minuten feinsten Doom Metals bringt die EP mit sich, die sich über 4 Songs erstrecken. Umrahmt werden diese durch kurze Spoken Words (Intro) und A-capella-Gesang (Outro), die schonmal etwas auf die Musik einstimmen. Danach geht es sofort los und die Band zelebriert ihren trübsinnigen, nachdenklichen Doom Metal. Dabei zeigen sie sich instremental überraschend locker und rockig, haben aber auch sehr monotone, repetitive Momente dabei, die die Stimmung senken. Die Riffs bleiben dabei immer schön kraftvoll und zeigen sich gerne mal melodischer während die Drums weit im Hintergrund einen langsamen, einfachen Grundrhythmus beisteuern. Wie mans im Doom Metal kennt, passiert zwar nicht allzu viel und alles nur recht langsam, doch hält die Band ihr Material kurzweilig und abwechslungsreich. Dazu kommt der emotionale, fast schon traurig wirkende Gesang von Michael, der mit klarer und heller Stimme zur Intensität der EP maßgeblich beiträgt. Backing Vocals sorgen dabei für noch mehr Tiefe und Volumen, theatralische Spoken Words elaborieren die Handlungsstränge weiter und die deutschen Lyrics in „Entgleiten“ sorgen für einen Extra-Aha-Moment. So fügt sich Stück für Stück alles zu einem zwar einheitlichen aber eben auch unterhaltsamen Mix zusammen, der sich über die 4 Stücke hinweg zieht, zwar seinem Grundtenor treu bleibt, aber sich selbst mit interessantem Songwriting und fesselndem Gesang spannend hält.

Wer mit Mirror of Deception noch so gar nichts anfangen kann, der sollte die EP mal anchecken, ist sie doch nicht allzu lang und bringt ordentliche Unterhaltung von Anfang bis Ende. Lockerer, grooviger Doom Metal mit trauriger Atmosphäre wird hier geboten und zeigt, dass die Band sowohl kraftvolle Riffs als auch Melodik beherrscht. „Conversion“ kann man nur empfehlen.

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