Morok – Fiery Dances of Dying

Morok - Fiery Dances of Dying

Slawische/Osteuropäische Einflüsse im Metal sind spätestens seit Arkona keine Neuheit mehr, eine hessische Band, die mit diesen Einflüssen spielt, dagegen schon. Davon haben sich Morok aus Darmstadt aber nicht abhalten lassen und vermischen slawische Folklore mit Black Metal. Hinter dieser Mischung stecken Tur und Berstuk, die seit 2004 mit wechselnden Mitstreitern Song schreiben und seither drei Demos und ein Album veröffentlicht haben. Seit dem Debüt-Album „Fiery Dances of Dying“ von 2013 wurde es allerdings ruhig um die Band, aber wer weiß, vielleicht arbeiten sie gerade in diesem Moment an Album Nummer zwei?

Aber bleiben wir beim ersten Album, denn das hat es bereits in sich! Ganze 8 Songs um genau zu sein. Der Opener und Titeltrack legt gleichmal die Marschrichtung fest nachdem das folklorische Intro verhallt ist. Druckvoller Black Metal, der mit gutem Tempo nach vorne ballert vermischt sich mit heidnischen Melodien und auch das grimmige Keifen wird immer wieder durch chorische folkige Gesänge unterbrochen. Einprägsame Riffs und mehrstimmige Chöre sorgen dafür, dass das Album runter geht wie Öl, allerdings ohne Biss und Aggression zu vernachlässigen. Die Drums ballern von Anfang bis Ende gut durch, die Gitarren riffen sich gerne mal recht rasant durch die Songs und auch sonst werden kaum Pausen gemacht. Hier und da schleichen sich auch ein paar Tremolos und frostigere Black Metal-Riffs ein, die dem eher gemütlich-melodischen Gruntonus des Albums allerdings keinen Abbruch geben. „By a Swirl of Vernal Floods“ und „Shadows of the Gone Ones“ setzen im weiteren Verlauf nochmal deutlich ruhigere Folk-Akzente, der Großteil des Rests bleibt dagegen dem nach vorne galoppierenden Stil der Truppe treu und hält sich mit kleineren Variationen wie etwas gequälteres Geschrei und ein paar kurze Soli frisch. Damit füllen die Herren gut 40 Minuten. 40 Minuten voller packendem Black Metal, slawischer Folklore und großartigen Riffs.

Für Pagan Black Metal mit osteuropäischer Note muss man nur nach Darmstadt fahren, da wird er von Morok fast authentischer oder zumindest packender zelebriert als von vielen osteuropäischen Bands. Das beweisen die Herren auf ihrem Debüt-Album „Fiery Dances of Dying“ eindrucksvoll und lassen einen nach 40 Minuten mit einem warmen Gefühl im Herzen zurück. Packend, melodisch, druckvoll, ein Must-Have für jeden Pagan-Black-Fan.

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