Suffersystem – Torn in Rotten Flesh

Suffersystem - Torn in Rotten Flesh

Mit Suffersystem bewegen wir uns heute wieder in heimischeren Gefilden. Das Duo aus Essen besteht bereits seit 2000, allerdings zunächst als Soloprojekt von Dirk, später mit Unterstützung von Daniel und Stefan. So entstanden über die Jahre zwei Demos und drei Alben, bevor es stiller im die Band wurde. Das Privatleben nahm überhand und die Band musste ruhen. Nach knapp 12 Jahren hat man sich aber wieder aufgerafft und so 2020 ein „Comeback“-Album vor gelegt, nur eben ohne Stefan. Dieses Jahr kam dann gleich der Nachfolger „Torn in Rotten Flesh„, den ich mir heute mal genauer anhöre.

Nach kurzem Gitarren-Atmosphäre-Intro gehts gleich in die Vollen. Gefangene werden hier keine genommen, stattdessen mit Old School-Death Metal der drückenden und schweren Sorte nach vorne geböllert. So ein wenig geht die Reise in Richtung Bolt Thrower oder alten Suffocation, also fette Riffs, mal schwer mal stürmisch nach vorne und immer wieder ordentlich stampfend. Dazu packen die Jungs noch eine Schippe Kreator, die nicht nur in den Vocals zum Tragen kommt, sondern auch der Musik noch etwas mehr Pepp und thrashige Präzisionsriffs mit auf den Weg gibt. Auch ein paar geile Solis werden eingestreut, wie im letzten Drittel von „Alternate Virus Future„. Immer wieder kommen auch die Brutal Death-Einflüsse zum tragen, wirklich stumpf wirds allerdings nicht. Auch die technischere Schine wird hier und da bedient ohne in wirres Gefrickel auszuarten. Stattdessen findet die Band einen Weg, diese Einflüsse unter einen Hut und in Harmonie zu bringen und daraus einen kraftvollen Mix zu gewinnen. Dazu passt dann auch die ziemlich gute, differenzierte und druckvolle Produktion der Scheibe, die das Death Metaller-Herz höher schlagen lässt und Old School mit einem Hauch Moderne mischt. Auch gesanglich haben die Jungs einiges auf dem Kasten, die gutturalen Schreie bellen sich nämlich schön giftig und kehlig durch die Songs und auch die tiefen Growls walzen alles platt was ihnen in die Quere kommt. Die ganze Scheibe klingt als wäre sie direkt aus den 90ern ohne altbacken zu klingen, stattdessen zelebriert man fast 50 Minuten lang ziemlich abwechslungsreichen und interessanten Death Metal mit einem Hauch Thrash der Marke Kreator. Langeweile kommt hier garantiert keine auf! Und zum Abschluss kommt man auf der CD noch ein Cover von Kreator’s „Living in Fear„, was will man mehr?

Old School Death Metal-Fans sollten aufhorchen, denn was Suffersystem auf ihrem neusten Streich vom Stapel lassen hat sich gewaschen! „Torn in Rotten Flesh“ verbindet klassischen Death Metal der alten Schule mit etwas Suffocation und Kreator und mischt daraus eine explosive Mischung voller Aggression, Wut und Gewalt. Bin ja nicht der größte Death Metal-Fan, aber das steht zumindest nach aktuellem Stand ziemlich weit oben auf meiner Highlight-Liste.

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