Gorthaur’s Wrath – War for Heaven

Gorthaur's Wrath - War for heaven

Um uns mal wieder der kroatischen Metalszene zu widmen, kommen Gorthaur’s Wrath gerade recht. Die gründeten sich bereits 1998 und veröffentlichten in der Folgezeit einige Demos, 2008 folgte dann eine EP, bevor 2011 das Debüt-Album erschien und 2013 von „War for Heaven“ abgelöst wurde. Danach tat sich recht wenig. Konzerte wurden gespielt, aber ein neues Album lässt leider noch auf sich warten, und dass obwohl „War for Heaven“ ein mächtiger Brocken ist, auf dem man etwas großes hätte aufbauen können. Aber mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, also vielleicht kommt da nochmal was.

Das immer noch aktuellste Album der Kroaten startet zunächst ruhig mit Piano, Cello und sanften Keyboards und baut sich zunächst nur langsam auf, bringt aber gegen Ende des Intros schon herrlich epische Momente mit sich, die im weiteren Verlauf weiter ausgebaut werden. Danach ballert „Übermensch“ drauf los und das Album nimmt ordentlich an Fahrt auf. Musikalisch irgendwo zwischen Black, Thrash und Death Metal gelegen, zaubern das Trio ein melodisches Feuerwerk der Gefühle ab. Die Drums gehen druckvoll nach vorne, energetisch knüppeln sich Blast Beats durchs Feld, begleitet von Riffs, die mal dissonant schwarz, mal präzise thrashig und mal äußerst melodisch daher kommen. Immer wieder wechselt man zwischen klassischem Extreme Metal und dem melodischen Pendant hin und her, liefert frostige Tremolos direkt neben packenden Hooklines, ner ordentlichen Portion modernem Melodic Death Metal und irgendwas, das an Kreator erinnert. Dabei halten die Einflüsse sich alle schön die Waage, lassen aber je nach Song einen anderen Aspekt etwas weiter im Vordergrund agieren. So entsteht ein Album, das sowohl aggressiv als auch melodisch ziemlich viel zu bieten hat und einen mit seinen Refrains mitzureißen weiß. Dem passen sich auch die Vocals an, die zwischen kauzigem Gekeife und kraftvollem Geschrei alternieren und dabei ebenfalls großen Wert auf Melodik legen. Wer davon dann noch nicht genug hatte, den dürfte die große Abwechslung der Scheibe überzeugen, immerhin kriegt man bei „Birth of Sin“ sogar etwas Alternative Rock und Groove-Anklänge auf die Lauscher, das zunächst etwas befremdlich klingt, sich aber doch ziemlich gut ins Album einpasst.

Mit „War for Heaven“ haben es die Kroaten von Gorthaur’s Wrath geschafft, ein von vorne bis hinten mitreißendes Melodic Black/Thrash/Death Metal-Album zu veröffentlichen. Mit Einflüssen aus allem was der Extreme Metal so zu bieten hat, großartigen Riffs und packendem Songwriting ist den Jungs eine bockstarke Scheibe gelungen, das 50 Minuten Vollgas gibt und keinen Stein auf dem anderen lässt.

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