Anotherside – Death Eternal

Cover

Heute gehts mal wieder nach Russland, diesmal sogar in die Hauptstadt Moskau. Da gründete sich anno 2018 die Band Anotherside. Ein Jahr verging und schon erschien mit „Deah Eternal“ eine erste EP der Truppe. Und damit haben wir die Bandhistorie eigentlich auch schon abgedeckt. Gut, 2020 erschien noch die Single „Enter the Void„, aber mehr lässt sich über die Band nicht so wirklich in Erfahrung bringen. Also rein in die EP und ab dafür.

Ohne Intro ballern die Jungs direkt voll drauf los und lassen während der 6 Songs auch kein Stück nach. Irgendwo zwischen rumpeligem Death Metal und kühlem Black Metal hat sich das Trio angesiedelt und zieht die Nummer knallhart durch. Keine ruhigen Passagen, keine Interludes, nur schwarzes, grummeliges Geballer. Die Drums rumpeln was das Zeug hält auf ziemlich hohem Tempo (immer wieder durch groovigere Segmente unterbrochen), die Riffs sägen mal frostig und stampfen mal schwer, dazu das dämonische, verhallte Gegrowle und schon ist der Sound der Band gut zusammengefasst. Um in diesen dichten, sturen Marsch wenigstens ein wenig Farbe zu bringen, lassen sich die Lead-Gitarren hier und da zu etwas groovigeren Momenten hinreißen, die hier und da ganz entfernt an modernere Darkthrone erinnern, bevor man sich wieder dem monotonen Riffing hingibt. Doch gerade dieses monotone und klassisch kühle, sägende Riffing ist es, das die richtige Atmosphäre aufkommen lässt. Düster und grantig kommt die Musik auf einen zugestürmt, der Death Metal-Einfluss sorgt dafür, dass das Biest noch wuchtiger klingt und ehe man sichs versieht wird man von Schwärze überrollt, die nur wenig Gnade kennt. Als würden sich die Pforten zur Hölle öffnen und ganz weit dahinter läuft diese EP auf voller Lautstärke, und genau so dreckig und dumpf klingt die Sache dann auch. Knackige Riffs und sauberes Songwriting geben dem Scheibchen den letzten Schliff, so dass die gute halbe Stunde mit packendem, drückenden Metal gefüllt ist, der doch ziemlich gut zu überzeugen weiß.

Klassischer Death Metal trifft hier auf klassischen Black Metal. Tausend mal gehört und doch weiß die EP in den richtigen Momenten zu überzeugen und liefert eine halbe Stunde schweres, schwarze Geballer auf technisch hohem Niveau. „Death Eternal“ macht seinem Namen also alle Ehre, was heißt, dass man Anotherside durchaus mal im Auge behalten sollte.

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