Wallop – Metallic Alps

Wallop - Metallic Alps

Wallop sind dem geneigten Leser keine Unbekannten, denn die hessische Formation, die ursprünglich nur einige Jahre in den 80ern aktiv war, hat bekanntlich vor kurzem ihre alten Songs neu aufgenommen und unter dem Titel „Alps on Fire“ neu veröffentlicht. Während wir jetzt also auf ein Album voller brandneuer Songs warten, gönnen wir uns doch mal die Zeit uns den Originalversionen vom 1985 erschienenen Album „Metallic Alps“ zu widmen.

Ohne Schnörkel gehts mit „Running Wild“ direkt in die Vollen und das Album beginnt so wies dann auch weitergehen soll. Schnörkelloser, klassischer Heavy Metal der alten Schule kommt einem entgegen und reißt einen sofort mit. Der Sound ist vielleicht etwas verwaschen, hat dafür aber den typischem 80s-Flair und hat noch mehr als genug Power um die Songs in ein gebührendes Gewand zu kleiden. Die Gitarren sägen und kreischen was das Zeug hält und liefern eine galoppierende Riff-Granate nach der nächsten ab und die Drums liefern schnelle und präzise Rhythmen, häufig ziemlich simpel, aber sie steigern sich in den Bridges immer ein wenig zu komplexeren Strukturen. Der Bass folgt häufig den Drums und gibt denen noch etwas Power mit, kann aber hier und da auch eigene Akzente setzen oder schließt sich den Gitarren an. So gibt es trotz des straighten, klassischen Aufbaus und Songwritings doch über die Riffs hinaus einiges zu entdecken und heraushören, was das Album doch ordentlich frisch hält. Auch zeigen alle Songs einen leicht anderen Charakter. „Stealthy World“ kommt recht schwer daher während beispielsweise der Über-Hit „Lack of Power“ alles andere an die Wand spielt und schon an der Speed Metal-Tür klopft. Dazu natürlich die Vocals von Mick Wega, die charismatisch rau und kraftvoll die Lyrics rauskrakeelen. Klingt zwar ein wenig wie jeder andere Metal-Sänger dieser Zeit, aber ich bilde mir ein, dass er doch das gewisse Etwas hat um sich abzusetzen, das könnte aber auch an dem leichten Hall auf der Stimme liegen, wer weiß das schon. Und selbst wenn nicht, die Jungs rocken fett und zeigen auf ihrer Scheibe mal selbstreflektiert, mal ernst, mal locker, aber immer energetisch wofür Metal steht: geile Riffs, bisschen Sex und viel Headbangen.

Klassischer Heavy Metal muss das Rad nicht neu erfinden um ordentlich Spaß zu machen, solange geile Riffs, gutes Songwriting und Spielfreude sich die Klinke in die Hand geben, kann eigentlich nix schief gehen. Wallop haben das verinnerlicht und liefern auf ihrem einzigen Album der 80er eine feurige Mischung, die immer mal wieder für Überraschungen sorgt, sich ansonsten in bester Manier auf altbekanntes stürzt. Gerade das macht die 9 Songs extrem sympatisch und feierbar. „Metallic Alps“ ist einfach ne geile Scheibe.

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