Critical State – Mankind

Critical State - Mankind

Critical State haben es schonmal auf meine Seite geschafft, damals mit der EP „The Monument“ von 1999. Die Hessen haben allerdings noch 6 Alben veröffentlicht, die ich auch nicht unter den Tisch kehren möchte. Dementsprechend widmen wir uns heute dem 2004 erschienen 2. Album der 1994 gegründeten Band. Lang lang ists her, dass „Mankind“ das Licht der Welt erblickte und lang ists auch her, dass man von der Band was neues gehört hat und die Webseite ist auch schon geraume Zeit down. Tja, so gehts.

Doch zur Mucke. Was die Herren aus Heppenheim auszeichnet ist handgemachter, melodischer Heavy Metal der alten Schule. Hier wird keinem Kommerzgeist nachgerannt, sondern einfach zielstrebig drauf los gerockt, was das Zeug hält. Von Galopp über melodische Parts bis zu anspruchsvollen Soli liefert die Saitenfraktion von Anfang bis Ende ordentlich ab. Die Drums liefern dazu ein solides Grundgerüst, dass vielleicht hier und da etwas zu sehr scheppert, aber doch einen ordentlichen Groove parat hält auf dem Gitarrist Oliver sehr gut aufbauen kann., tatkräftig unterstützt vom fast schon zu zurückhaltenden Bass. Das sind allerdings nur sehr kleine Mängel, die beim Hören wirklich nicht ins Gewicht fallen. Deutlich präsenter zeigt sich dagegen der charakterstarke Gesang von Mathias, der sich gerne mal mit den Gitarren um die Vorherrschaft streitet und dabei meist als Sieger hervor geht. Gerade in den ruhigen, balladesken Segmenten der Scheibe kommt sein Organ besonders zur Geltung, das von tiefem, kehligem Gebelle über kraftvollen Klargesang bis zu filigranen höheren Noten alles makellos beherrscht und sich von seinem immer wieder auftauchenden Backingchor deutlich abhebt. So rocken und riffen sich die Jungs durch Songs, die alle doch eher düster bis traurig daher kommen ohne die Stimmung ganz und gar in den Keller sinken zu lassen. Das muss aber auch so, denn die Texte handeln allesamt von ernsten Themen, sei es nun Gesellschaftskritik, Verlust oder den dunkleren Seiten des Lebens. Trotzdem (oder gerade deswegen) reißen einen die Songs so mit, denn fetzige Riffs, die mit großer Spielfreude vorgetragen werden, treffen auf nachvollziehbare Geschichten, die mit dem nötigen Ernst versehen wurden, aber trotzdem mitsingbar und kraftvoll daher kommen. So muss Heavy Metal sein!

Damit solls dann jetzt aber auch gewesen sein mit der Schwärmerei, hört euch „Mankind“ einfach selber an, dann wisst ihr, was ich meine. Critical State habens verstanden ernste Themen in mitreißenden Songs mit dem nötigen Quäntchen Mitsingfaktor zu verpacken. Jeder Song ein kleiner Hit und jeder Song doch ein wenig anders, aber immer mit dem typischen Bandsound. Absolut empfehlenswert! Schöne 80s-Huldigung im modernen Gewand.

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