Habitual Sins – Personal Demons

Habitual Sins - Personal Demons

Mit „Personal Demons“ liegt mir heute mal wieder ein Debüt-Album vor, das allerdings schon vor ein paar Jahren erschienen ist. Veröffentlicht wurde es 2017 von einer frisch gegründeten Bands aus ehemaligen Icarus Witch-Mitgliedern und dem ebenfalls aus dem Umfeld der Band stammenden Gitarristen Jim Dofka. Aktuell arbeiten Habitual Sins am Nachfolger der Scheibe. Grund genug da mal reinzuhören.

Die Jungs spielen auf dieser CD ordentlich gemachten Heavy Metal der alten Schule, dem noch ein paar andere Geschichten beigemischt wurden. So ein Stück weit gehts in Richtung NWOBHM mit leichtem US-Power Metal-Touch, aber deutlich düsterer und schwerer, dazu hier und da fast schon okkult. Das Drumming ist grundsolide und sorgt hier und da für ziemlich coole Rhythmen und baut schonmal ein ordentliches Grundgerüst auf. Darauf bauen die Riffs und der Bass, die gemeinsam ein schweres, düsteres und dröhnendes Biest entfesseln, das über den Hörer walzt, aber sich gerne durch furiose Soli unterbrechen lässt. Hier gehts mal etwas grooviger zu, da kommen klassisch galoppierende Riffs zum Einsatz, hier und da ein wenig Gefrickel und fertig ist der Lack. Hinzu kommen noch leichte Einflüsse aus dem Doom Metal, die den Songs noch mehr Schwere mit auf den Weg geben. Wenn das dann immer noch nicht reicht, kommen noch kürzere Keyboardsegmente dazu, die sich allerdings weit im Hintergrund halten, wenn man sie denn überhaupt zu Ohr bekommt. Dazu gesellt sich der Gesang von Herrn Bizilia, der irgendwo zwischen alten Grave Digger und Maiden angesiedelt ist und sich durch seine raue Stimme und präzisen, energetischen Gesang perfekt für die Geschichten eignet, die die Band vortragen möchte. Immer wieder schleicht sich im Hintergrund noch eine zweite Stimme ein, die dem Herrn unter die Arme greift und dem Gesang deutlich zu mehr Tiefgang verhilft. Mit dieser Kombi schaffen es die US-Amerikaner auf ihrem Debüt-Album spielerisch einen packenden Sound zu kreieren, der einem nicht nur das Trommelfell durchschlägt, sondern auch gleich noch etwas unter die Haut geht und den Hörer schön vereinnahmt. Das gelingt den Herren durch großartiges Songwriting, das nie Langeweile aufkommen lässt, aber auch durch treibende Riffs und charismatische Vocals.

Auf „Personal Demons“ passt einfach alles zusammen. Gesang, Instrumentalisierung, Vocals, das Songwriting, die Arrangements, alles top, alles geil. Packend, fesselnd und emotional, mehr sag ich nicht. Markiert euch Habitual Sins fett auf eurer Bandkarte und seht zu, dass ihr rein hört!

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