Kuupyr – Black Forest Path

cover

Heute gibts mal wieder klassischen, rohen Black Metal für euch. Kuupyr nennt sich das Projekt, welches kürzlich sein erstes Demo namens „Black Forest Path“ veröffentlichte. Soweit ich weiß ist es ein Soloprojekt des Ukrainers Oleh Horobey, der mittlerweile allerdings mit seiner Frau in den USA lebt.

Eine knappe viertel Stunde Musik findet sich auf dem Demo, das old-schooliger nicht sein könnte. Kurzes Intro und schon fühlt man sich in die Zeit zurück versetzt als Darkthrone seine ersten Black Metal-Scheiben veröffentlichte, nur noch roher, sägender und aggressiver. Die Drums kriegen sich vor lauter stumpfem Geknüppel gar nicht mehr ein während die Gitarren versuchen sich gegen die Störgeräusche, das Rauschen und Gekratze durchzusetzen. Das gelingt ihnen auch überraschend gut und man kommt in den Genuss von Darkthrone-schen Riffs, monotonem Gesäge und einem zarten Hauch Melodik. Die bellenden, röchelnden Vocals passen da super ins Bild und geben dem Werk noch eine gute Portion Räude mit auf den Weg. Das Songwriting ist überraschend abwechslungsreich und birgt doch immer wieder coole Twists, die man zwar alle schon seit den 90ern kennt, aber das Demo doch um einiges aufwerten. Auch die Riffs hat man schon hundertfach gehört und trotzdem packen sie einen immer wieder aufs Neue. Zugegeben, das Demo kann man wirklich ideenlos und altbacken nennen, immerhin bringt es nicht ein einziges neues Riff oder wenigstens den Hauch einer eigenen Idee auf den Tisch, aber das Projekt schafft es trotzdem solide den Hörer zu fesseln. Das dauerhafte Sägen und Kratzen, die coolen Riffs und Melodien, die sich immer wieder in den Vordergrund schieben sowie die an Barathrum erinnernden Vocals bilden einfach eine geile Einheit, die überzeugen kann.

Fans von klassischem, rohen Black Metal ohne Schnörkel und ohne moderne Einflüsse werden sich hier sicher zu Hause fühlen. Das Demo bietet genug Variation und Mehrwert um spannend zu bleiben, auch wenn man alle Ideen der Band schon zuhauf gehört hat. Manchmal kommt es eben nicht darauf an, was man vorträgt, sondern wie man es vorträgt. Wenn Kuupyr noch etwas Eigenes hinzufügt, kann aus dem Projekt noch was größeres werden, so solide ist „Black Forest Path„.

Links:

Bandcamp    Metal-Archives

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