Morok – In the Forests of Slavia

Morok - in the forests of slavia

Morok dürfte vermutlich die slawischste Black Metal-Band Deutschlands sein. Das bewiesen mir die Darmstädter um Tur und Berstuk zunächst auf ihrem Album von 2013, jetzt schlugen sie nochmal zu, diesmal hat es mir das zweite Demo der Band („In the Forests of Slavia„) von 2008 angetan.

Ein kurzes Dungeon Synth/Ambient-Intro dient der Scheibe als Einstimmung bevor der Opener so richtig loslegt und gleich die Marschrichtung für die CD bestimmt. Ruppiger Oldschool Pagan Black Metal rauscht aus den Boxen und fegt über die Hörer hinweg. Mit ordentlicher Geschwindigkeit und Hang zur Melodik ausgerüstet, lässt die Band nichts anbrennen und liefert 4 ordentlich Pagan-Black-Hits. Ein wenig Keyboard-Synth, dazu Blast-Gewalt, furiose Gitarrenriffs dominieren das Bild gemeinsam mit dem rotzigen Gekeife von Berstuk. Dazu gesellen sich ziemlich gut eingebundene und verführerische Gitarrenmelodien und -harmonien, die sich mal an den Keyboards orientieren, häufig aber auch eigene Wege beschreiten und etliche Highlights setzen. Musikalisch geht das wie erwartet stark in eine osteuropäische Richtung und erinnern dabei sowohl etwas an Mgła als auch Naurrakar und Konsorten. Dazu natürlich die heidnische Note in den Harmonien und die mystischen, fröhlichen Keyboard-Akzente, die mal fantasievoll synthig, mal dezent als dunkle Streicher daherkommen. Sofort macht sich eine packende Stimmung breit, die durch die Energie und Macht der Songs noch weiter verstärkt wird. Auch wird immer wieder flüssig das Tempo variiert, hier mal ganz auf Folklore gesetzt, da wild geknüppelt, aber immer schön verwoben und organisch. Da kann die Scheibe ruhig 5 mal laufen ohne zu nerven. Stattdessen offenbaren sich einem bei jedem Hördurchlauf neue Ideen und Elemente, die man abfeiert.

In the Forests of Slavia“ mag zwar noch ein recht frühes Werk von Morok sein, doch hat die Band auch schon 4 Jahre nach Gründung ordentlich Feuer unterm Arsch und packendes Songwriting im Pagan-Sektor verstanden. Hier gibts kein 0815-Party-Pagan-Gedudel, hier gibts Black Metal, melodisch und folklorisch aber eben immernoch Black Metal. Der kann auch durchaus stürmisch daher kommen, findet aber immer einen Weg sich selbst spannend zu halten. Und die Riffs erst! Einfach geil.

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