Metator – Akocedakor

Metator - Akocedakor

Wer meinen Blog kennt, der dürfte wissen, dass ich mit Brutal Death Metal recht wenig anfangen kann. Doch auch in diesem Genre finden sich immer wieder ein paar Perlen, die mich aufhorchen lassen. Frühe Broken Hope gehen beispielsweise immer gut ins Ohr. Mit Metator hat es jetzt mal wieder eine Band geschafft, mir Spaß zu machen, hauptsächlich deswegen, weil das auf dem Promozettel als „Blackened Brutal Deahgrind“ angekündigte Debüt-album „Akocedakor“ doch überraschend human klingt.

Klar gehts hier ziemlich ruppig und brutal zu Werke, allerdings nicht stumpf nur nach vorne. Stattdessen geht die Reise mehr in Richtung klassischen Death Metal oder Proto-Brutal Death denn modernes Geholze. Auch sind die Grind-Einflüsse nicht stumpf auf Teufel komm raus reingeschmissen, sondern mit Bedacht gesetzt und geben der Scheibe tatsächlich eher einen technischen denn einen chaotischen Beigeschmack mit. Die Death Metal-Riffs dreschen ordentlich, die stampfenden Slam-Parts haben ordentlich Kraft drauf und auch die Black Metal-Anklänge wissen mit ihren scharfen Riffs zu gefallen. Damit bietet das Album eine ziemlich bunte Mischung an extremen Metalklängen, das sogar überraschend anspruchsvoll daher kommt. Statt stumpfem Geholze gibts eben auch mal melodischere Riffs, groovigeres Getrommel, schwarze Riffgewalt, das ein oder andere Soli und sogar ein kurzes Akustiksegment. Mit dem abschließenden „Bomber“-Cover von Motörhead zeigen die Herren sich dann sogar noch von ihrer rockigeren Seite, und das sogar ziemlich beachtlich. Die Vocals dagegen lassen weniger Abwechslung zu. Hier kriegt man über den Großteil der Scheibe grunzendes Goregrind-Gegurgel entgegengeröchelt, bei dem man nicht weiß ob der Song überhaupt Text hat oder ob man einfach im Rhythmus der Musik mitröchelt. Immer mal wieder mischen sich kleinere Screams und Growls in die Szene, die aber im Gesamtbild doch eher untergehen. Für mich ist das allerdings auch der einzige Negativpunkt der Scheibe, zumal diese Vocals doch etwas zu dominant abgemischt sind. Wer auf derlei Gegrunze steht, kommt hier allerdings voll auf seine Kosten.

Über 40 Minuten holzen die Spanier auf ihrem Debüt stur nach vorne und liefern einem ein breites Sammelsurium aus Extreme Metal-Variationen, vereint unter dem Banner des bedachteren Brutal Deaths. Abwechslungsreich, aggressiv und doch irgendwo noch mit leicht melodischen Anklängen versehen, zeigen Metator, dass man auch mit Stil knüppeln kann. „Akocedakor“ ist für mich ein Positivbeispiel dafür, was man in dem Genre so alles anstellen kann.

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