Halo’s Eve – Pitch Black Heaven

Halo's Eve - Pitch Black Heaven

Heute verlassen wir mal meine gewohnten Sphären. Zwar spielte das Halo’s Eve-Mastermind fast 20 Jahre lang in Metalbands wie den Melodic Blackern von Artefact, doch geht das neuste Kind des Franzosen in deine völlig andere, poppigere Richtung. Jetzt erschien mit „Pitch Black Heaven“ das Debütalbum über Anesthetize Productions und ich bin hin und weg.

Wer hier Metal sucht, der wird verzweifeln, den Halo’s Eve hat damit so gar nix zu tun. Stattdessen lässt sich das Projekt viel mehr als eine Mischung aus Depeche Mode-igem Synth Pop und Synthwave beschreiben, das zwar eher in eine düstere Richtung geht, aber dadurch nicht weniger eingängig oder zugänglich ist. Die Synthies machen extrem viel Spaß, liefern immer mal ein paar positive Sprenkler und ordentlichen 80s-Flair durch die Synthwave-Einflüsse. Die Drums liefern einen gemächlichen aber bestimmten Rhythmus auf dem sich etliche Schichten an Musik lagern, die zusammen einen durchaus wilden aber nicht chaotischen Mix ergeben, der zu vereinnahmen weiß. Ständig passiert was neues, aber der Grundtenor bleibt und führt einen durch das Album. Auch herrscht trotz aller Nuancen doch ein fast minimalistischer Anspruch, der sich in der Einfachheit vieler Beats und Melodien zeigt. Hier und da kommen dann noch ein paar Darkwave-Einflüsse zum tragen, die das Album noch etwas düsterer und schwerer werden lassen. Stampfende Beats treffen auf sphärische, futuristische Electronics und ziemlich düsteren Pop. Hier und da schleicht sich dann sogar mal ein kurzes Leadgitarren-Riff ein. Obendrauf legt sich noch seine großartige Stimme, die zwischen tiefem und höherem Klargesang alterniert, je nachdem wie düster der Part jetzt werden soll. Dabei zeigt er eindrucksvoll, dass sein gesangliches Können weit über das Gekeife von seinen früheren Bands hinaus geht. Die halbe Stunde der Scheibe ist gefüllt mit Highlights, großartigem Pop und jeder Menge Synthies und hat nicht einen Moment, der mir schwächer vorkommt als der Rest.

Wer mit Popmusik, so wie ich, eigentlich absolut nichts anfangen kann, dem kann ich Halo’s Eve wärmstens ans Herz legen. Vielleicht liegt es an dem bei Metalheads beliebten Synthwave, aber der Mix, den der Franzose auf seinem Debütalbum vorlegt, könnte packender nicht sein und umgarnt einen mit seinem düsteren Charme. „Pitch Black Heaven“ setzt sich richtig fies im Ohr fest und lässt auch einen gestandenen Metalhead wie mich so schnell nicht los. Großes Kino!

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