Dxvxdxd Sxlf – Before the Dawn

front

Bei der heutigen Band habe ich mich doch tatsächlich hinters Licht führen lassen. Wer bei Dxvxdxd Sxlf aufgrund der Häufigkeit des Buchstabens X auch zunächst an die Abkürzung einer x-beliebigen (Gore)Grind/Brutal Death-Band dachte, der liegt hier genauso falsch wie ich. Stattdessen haben die findigen Franzosen einfach bei „Divided Self“ die Buchstaben „e“ und „i“ durch „x“ ersetzt. Aber genug zum Bandnamen, immerhin haben die Franzosen bereits eine EP und zwei Alben veröffentlicht, die deutlich mehr Worte wert sind. Gerade das jüngst erschienene Album „Before the Dawn“ hat es mir besonders angetan und wird heute hier seinen rechtmäßigen Platz einnehmen.

Musikalisch hat das Ganze mit Grindcore und Death Metal nicht viel zu tun, stattdessen geht die Reise in Black Metal und Gothic-Gefilde. Als Grundlage hierfür dienen die üblichen Verdächtigen: Dimmu Borgir, Moonspell, Paradise Lost, wobei der Grundtenor von aggressivem, hier und da fast schon punkigem Black Metal bestimmt wird, der durch symphonische und gothische Elemente veredelt wird. Dabei bleibt die Band überwiegend sehr bedacht und melodisch, holt hier und da zum Frontalangriff aus, kann aber auch innehalten und der okkulten Atmosphäre durch düstere Keyboards und Samples mehr Platz einräumen. Auch schafft es die Band, locker-groovende Black’n’Roll-Riffs in ihren Sound einfließen zu lassen, die einen Ausgleich zur Düsternis geben und zusammen mit sanften Gitarrenparts dafür sorgen, dass das Album ziemlich eingängig und frisch ausfällt. Dabei vermeiden es die Jungs allerdings poppig zu klingen, sondern gehen mehr in eine neoklassische und epische Richtung, die mit grimmigem Gekeife und einer finsteren Grundstimmung im schwarzmetallischen Rahmen gehalten wird. Hier und da noch etwas erhabenen Klargesang und filigrane Orchestrationen und fertig ist der bombastische Mix aus Aggression und Orchestration, die einen in seinen Bann zieht und das Album über seine ganze Laufzeit spannend und abwechslungsreich hält. Wobei daran nicht zuletzt die vielen bereits erwähnten Nuancen und Details Schuld sind.

Wer auf symphonischen Black Metal mit Gothic-Einschlag steht, der kann mit Dxvxdxd Sxlf nichts falsch machen. Auf ihrem aktuellen Album „Before the Dawn“ zeigen sie eindrucksvoll wie abwechslungsreich und frisch man das Genre auch heute noch angehen kann ohne die Ursprünge gänzlich zu verraten. Reinhören!

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